Sande - Die Berufsorientierung an der Oberschule Sande konnte in den vergangenen Monaten mit Homeschooling, Wechselunterricht und strengen Abstands- und Hygieneregeln nicht so stattfinden, wie es Schülerinnen und Schüler gewohnt sind. „Viele Angebote mussten aufgrund der Coronabeschränkungen sogar ganz ausfallen“, sagt die Koordinatorin für die Berufsorientierung Mareke Klesse.
Wieder mehr möglich
Die Folge: Viele Jugendliche sind nun noch ohne Plan für die eigene berufliche Zukunft. Nun da die 7-Tage-Inzidenz in Friesland aber auf einem niedrigen einstelligen Niveau ist und am Mittwoch mal wieder bei 0 lag, ist an den Schulen wieder mehr möglich. Deswegen steuert die Oberschule Sande in dieser Woche mit Projekttagen für Jahrgang 8 gegen.
Dafür werden die Lehrmaterialien von „Dein erster Tag“ (siehe Infobox) genutzt. Das Highlight ist die Medienbox mit VR-Brillen, die den Jugendlichen ermöglichen, in viele Berufe zu schnuppern – und zwar in einer virtuellen Realität. „Das ist schon cool, man hat die Brille auf und dann kann man sich umsehen. Man ist quasi in einem anderen Raum und dann ist da eine Frau, die einem alles erklärt“, sagt Shaona. Die 14-Jährige sitzt mit Daliah (13) und Noor (16) an einer von drei Stationen, die in den Klassenräumen für die Schülerinnen und Schüler aufgebaut worden sind. „Es gibt eine riesen Auswahl an Berufen, die mittels virtueller Realität erleb- und erfahrbar gemacht werden“, erklärt Mareke Klesse.
Mehrere Projekttage
Die Oberschule Sande nutzt das digitale Angebot zum ersten Mal. Neben der virtuellen Realität mittels VR-Brillen gibt es Videos und Arbeitsmaterialien. „Wenn das gut läuft, und das tut es bis jetzt. dann wollen wir das fest an der Schule etablieren“, sagt Mareke Klesse. Unterstützt werden die Projekttage von der Schulleitung und den Klassenlehrern. Und, wenn die Inzidenzen so niedrig bleiben, dann können sich die Jugendlichen im November auf ihr erstes Praktikum freuen – dann geht es endlich wieder in die echten Betriebe. Magnus (13) und Hamed (15) wissen dank der Projekttage jetzt, wohin es sie zieht: „Autohändler, das wäre toll“, sagen die beiden Jungs.
