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Verkehr in Friesland Freie Fahrt auf neuem Abschnitt der K 294 bei Sande

Nach rund zwei Jahren Bauzeit ist der neue Teilabschnitt der K 294 bei Sande fertig. Ab diesen Mittwoch darf hierüber der Verkehr rollen.

Nach rund zwei Jahren Bauzeit ist der neue Teilabschnitt der K 294 bei Sande fertig. Ab diesen Mittwoch darf hierüber der Verkehr rollen.

Sande - Eine Woche nach der Freigabe der neuen K 312 im Bereich Buschhausen/Altenhof wird an diesem Mittwoch die nächste Straße, die im Zuge der Bahnverlegung Sande neu gebaut werden musste, freigegeben: Die K 294 zwischen Sanderbusch und Schortens (Ostiem) hat auf knapp 1,4 Kilometern ebenfalls einen neuen Verlauf erhalten. Die Zeit des „Vorbeischlängelns“ auf dem kurvenreichen Bypass ist vorbei, nun kann der Verkehr über das neue Teilstück zwischen Altmarienhausen und dem Abzweiger auf die Roffhausener Landstraße rollen. Und über die neue Brücke, die im weiten Bogen über die neuen Bahngleise führt.

Aufwendige Gründung

Gab es vor einer Woche an der K 312 noch einen kleine „Feierstunde“ mit Ansprachen und symbolischem Bändchendurchschneiden, so wird es diesmal keine feierliche Freigabe geben – trotz eines Investitionsvolumens von immerhin rund 15 Millionen Euro nur für diesen Straßenabschnitt und Brückenneubau. Es werden einfach die Absperrungen beiseite geräumt und dann heißt es: Freie Fahrt.

So geht’s weiter im Fahrplan der Bahnverlegung Sande

18. April 2022: Ganz großer Feiertag für Sande und die Region: Am Ostermontag geht das rechte Gleis der Bahnumfahrung Sande in Betrieb und die verschwenkte und mit einer Brücke über die Gleise führende L 815 zwischen den Sander Bergen und der „Orbis-Kreuzung (B 210) wird freigegeben. Ab März ist wegen der Anbindung eine Sperrung nötig. Später verschwindet auch hier der Bypass.

24. Juni 2022: Das bahnlinke Gleis und somit die komplette 6,4 Kilometer lange Bahnverlegung wird freigegeben. Zugleich wird das alte Gleis durch Sande stillgelegt.

11./12. Dezember 2022: Elektrische Inbetriebnahme der Bahnstrecke.

Grund für die hohen Kosten ist der an vielen Stellen problematische torfig-weiche Untergrund. Mit großem Aufwand musste der Boden tragfähig gemacht werden. Der Landkreis steuerte für die beiden Kreisstraßen-Teilneubauten drei – von insgesamt 30 – Millionen Euro bei.

Bypass wird beseitigt

Die Kreisstraße, bis Sommer 2020 eine schnurgerade Strecke zwischen Ostiem und Sande, musste verlegt werden, weil sie der neuen Bahnlinie buchstäblich in die Quere gekommen wäre. So wurde die Straße ebenso wie die K 312 verschwenkt und die Autos, Lkw, Busse, Zweiräder werden nun über die Bahngleise geführt. Der Bypass, ein asphaltiertes Provisorium, soll im neuen Jahr wieder verschwinden. Die neue Kreisstraße hat einen separaten Fuß- und Radweg.

Weiterhin noch nicht von Sanderbusch bzw. Altmarienhausen aus zu erreichen ist der Sillandweg, der unter anderem Richtung Sander See führt. Der Sillandweg ist voraussichtlich noch bis zum Sommer nur über die K 96 (Schortens-Dykhausen) zu erreichen, der Sander See auch über den Plögerweg.

Oliver Braun
Oliver Braun Redaktion Jever
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