Sande - Die finanzielle Situation der Gemeinde Sande ist, wie in vielen anderen Gemeinden auch, ausbaufähig. Auf der Suche nach Verbesserungen dieser Situation ist die Verwaltung auf den Sander Markt aufmerksam geworden. Kürzlich wurde im Kulturausschuss über eine Erhöhung der Standgebühren diskutiert. Zwar kam es noch zu keiner Entscheidung, eine Tendenz ist aber deutlich sichtbar, auch was das Ausmaß der Erhöhung angeht.
Vergleiche
Demnach sei der Plan, die Standgebühren um 20 Prozent anzuheben. „Dabei handelt es sich aber nur um einen ersten Vorschlag“, sagte Verwaltungsfachwirt Tobias Hartmann. Für eine bessere Orientierung wolle man sich außerdem an den Preisen anderer Märkte orientieren. In einem Vergleich wurden unter anderem die Märkte aus Jever, Bockhorn und Wilhelmshaven aufgeführt. Allerdings fällt ein Vergleich nicht leicht, da die meisten dieser Märkte pro Quadratmeter abrechnen. Sande ist eine der wenigen Ausnahmen, wo pro Frontmeter abgerechnet wird. Dabei wird ausschließlich die Breite des Standes berücksichtigt – also die Front – die Tiefe ist häufig egal, solange sie die Breite nicht übertrifft.
Für Schieß- und Spielgeschäfte beträgt in Sande der Preis pro Frontmeter zum Beispiel 5,50 Euro, während in Bockhorn für diese Kategorie 80 Cent pro Quadratmeter genommen werden. Ein hypothetischer Schießstand von zehn Meter Breite und drei Meter Tiefe würde also in Sande deutlich mehr kosten (55 Euro), als in Bockhorn (24 Euro). Bei einer Erhöhung von 20 Prozent läge der Preis in diesem Fall in Zukunft bei 6,60 Euro pro Frontmeter.
Festpreise
Darüber hinaus nimmt die Gemeinde Sande momentan Pauschalpreise für bestimmte Attraktionen. Das Aufstellen eines Riesenrades mit über 20 Metern Höhe würde den Schausteller zum Beispiel 172 Euro kosten, in Jever ist dafür während des Altstadtfestes ein Festpreis von 1100 Euro angesetzt. Über Vergleiche wollte Bürgermeister Stephan Eiklenborg aber nicht sprechen. „Wir sollten gut daran tun und auf uns schauen“, sagte er. „Wir sollten genau errechnen, wie hoch die Mehreinnahmen sein könnten.“ Anschließend soll im Verwaltungsausschuss darüber abgestimmt werden.
