Sande - Nachdem seit einigen Tagen feststeht, dass das Sander Wäldchen nicht abgeholzt wird, um auf der Fläche eine Neubausiedlung zu erschließen, kursieren die Ideen, wie man die fast zwei Hektar große Fläche zum Nutzen für die dort heimische Tierwelt und für die Bürger Sandes stattdessen nutzen könnte. Eine nicht ganz neuer Vorschlag und auch naheliegend erscheinende Idee für die bewaldete Friedhoferweiterungsfläche wäre ein Friedwald. Diese Form der Bestattung wünschen sich immer mehr Menschen, wenn ihre Zeit einmal gekommen ist.

FDP-Ratsherr Frank David will diese Idee nun mit der evangelischen Kirchengemeinde Sande vertiefen. Die Kirchengemeinde ist Eigentümerin des Wäldchens. „Warum kann nicht ein Teil des Friedhofserweiterungslandes zu einem Friedwald umgewidmet werden?“, so David. „Bürger Sandes könnten dann vor Ort auf diese attraktive Bestattungsform in ihrem Heimatort zurückkommen. Hinterbliebene könnten dort neue Bäume pflanzen, die einem natürlichen Grabstein entsprächen.“ Welche Bäume dort dann neu gepflanzt werden sollten, könne die Kirchengemeinde, die politische Gemeinde oder der Naturschutzbund vorgeben.

Mit diesen Maßnahmen könnten aus dem nicht verkäuflichen Gebiet noch Einnahmen generiert werden und eine behutsame Um- und Aufforstung wäre möglich, argumentiert Frank David. Für den überwiegend mit Nadelgehölzen bepflanzten Teil des Gebietes schlägt er eine Übergabe an den Nabu oder eine Einbringung des Gebietes in eine schon bestehende Stiftung vor. Als Vorteil der Abgabe des Gebietes sieht David insbesondere die finanzielle Entlastung der Kirchengemeinde sowie eine Reduzierung des Haftungsrisikos der Kirchengemeinde.

Oliver Braun
Oliver Braun Redaktion Jever