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Nadobi Gedöns im „Schaufenster Varel“ Pop-up-Store ermöglicht junger Mutter geregelten Arbeitsalltag

In ihrem Laden „Nadobi Gedöns“ im Pop-up-Store „Schaufenster Varel“ vertreibt sie im Juni selbstgemachte Deko- und Geschenkartikel: Nadine Urbansky.

In ihrem Laden „Nadobi Gedöns“ im Pop-up-Store „Schaufenster Varel“ vertreibt sie im Juni selbstgemachte Deko- und Geschenkartikel: Nadine Urbansky.

Lena Hruschka

Varel - Ende März hat Frank Glanerts Rad-Café den Pop-up-Store „Schaufenster“ in der Fußgängerzone verlassen. Im Juni nun verkauft die Sanderin Nadine Urbansky dort ihre selbstgemachten Deko- und Geschenkartikel wie kleine Holzhäuser, Kerzen, Geldröhrchen, Schlüsselanhänger, aber auch Trockenblumenständer und Textilien.

Seit Oktober ist die 38-jährige Mutter eines zweijährigen Sohnes selbstständig. Über eine Freundin sei sie auf das Projekt „Schaufenster Varel“ aufmerksam geworden. Bisher habe sie ihre Waren ausschließlich über Instagram oder auf Vertrauensbasis aus einem Schrank auf ihrer Auffahrt heraus vertrieben. „Interessierte können sich die Teile in diesem Schrank anschauen und mitnehmen. Das Geld stecken sie dann in einen Umschlag und schmeißen es in den Briefkasten. Bisher habe ich nur gute Erfahrungen damit gemacht“, berichtet sie.

Nadobi Gedöns

„Nadobi Gedöns“ öffnet dienstags bis freitags von 9 bis 11.30 Uhr und von 15.30 bis 18.30 Uhr. Am Samstag öffnet der Laden von 9 bis 14 Uhr.

Den Verkaufsschrank finden Interessierte täglich von 8 bis 20 Uhr in der Ostlandstraße 13 in Sande.

Beruf und Familie

Ihren Weg zur Selbstständigkeit beschreibt Urbansky als holprig. Allein der Verkauf auf ihrem Hof habe viele bürokratische Hürden mit sich gezogen. Im Dezember bot sie ihre Deko- und Geschenkartikel auf dem Sander Weihnachtsmarkt an: „Da musste ich wirklich Nachtschichten zum Produzieren einlegen“, berichtet sie. „Ich liebe es, Sachen herzustellen – aber auf Masse zu produzieren ist teilweise wirklich eine Herausforderung.“

Auf Masse produziere Urbansky zwar noch immer, jedoch ermögliche ihr der Pop-up-Store einen geregelten Arbeitsalltag. Auch Bastel-Workshops für Gruppen bietet Urbansky, unter anderem zum Thema Makramee, an.

Bisher ist die 38-Jährige mit den Verkaufszahlen aus dem Pop-up-Store zufrieden: „Ich hätte nicht gedacht, dass es so gut angenommen wird“, so Urbansky. Im Juli, wenn sie mit „Nadobi Gedöns“ aus dem Pop-up-Store wieder auszieht, werde sie vorerst wieder ihrer Bürotätigkeit nachgehen. „Ich habe aber für mich selbst entschieden, dass ich das mit dem eigenen Laden möchte. Allerdings hängt da so viel dran. Schauen wir mal, was die Zukunft bringt“, so Urbansky.

Lade ...

Weitere Anbieter

Wer die Nachfolgerin von Urbansky wird, steht bereits fest: Von Anfang Juli bis Ende August bietet Anna-Carina Willms unter dem Namen „Platte Anna“ im Schaufenster Varel ihre selbst gestalteten Grußkarten, Sticker oder Textilien in maritim-plattdeutschen-Stil an. Die Grafikerin und Illustratorin möchte jedoch auch individuellen Textildruck anbieten.

Das „Schaufenster Varel“ wird über das Bundesprogramm „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ bis Ende 2024 gefördert. Ziel ist es, die Aufenthaltsqualität in der Vareler Innenstadt zu verbessern. Bis Ende Februar 2024 ist das Schaufenster durchgehend vermietet, berichtet Insa Jung vom Vareler Stadtmarketing. Bis das Projekt im Oktober 2024 ausläuft, seien nur noch wenige und kleinen Lücken verfügbar.

Freuen sich über großes Interesse am Pop-up-Store Schaufenster Varel: (von links) Gründerin von „Platte Anna“ Anna-Carina Willms, Irma Vertaik und Insa Jungs vom Stadtmarketing Varel und Gründerin von „Nadobi Gedöns“ Nadine Urbansky. Foto: Lena Hruschka

Freuen sich über großes Interesse am Pop-up-Store Schaufenster Varel: (von links) Gründerin von „Platte Anna“ Anna-Carina Willms, Irma Vertaik und Insa Jungs vom Stadtmarketing Varel und Gründerin von „Nadobi Gedöns“ Nadine Urbansky. Foto: Lena Hruschka

Lena Hruschka
Lena Hruschka Volontärin, 2. Ausbildungsjahr
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