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Highspeed Internet: Glasfaser-Ausbau in Schortens gestartet „Eine komplexe unterirdische Infrastruktur“

Symbolischer Start für den Breitband-Ausbau: Schortens’ Bürgermeister Gerhard Böhling, Bauamtsleiter Andreas Büttler und Stellvertreter Frank Schweppe, Florian Nierke und Andreas Mayer von Glasfaser Nordwest, Philipp Nimz (Telekom) und Jens Thaden von der Baufirma KSO Nord GmbH.

Symbolischer Start für den Breitband-Ausbau: Schortens’ Bürgermeister Gerhard Böhling, Bauamtsleiter Andreas Büttler und Stellvertreter Frank Schweppe, Florian Nierke und Andreas Mayer von Glasfaser Nordwest, Philipp Nimz (Telekom) und Jens Thaden von der Baufirma KSO Nord GmbH.

Oliver Braun

Schortens - Nun soll es mit dem schnellen Internet auch in Schortens ganz schnell gehen: Zumindest für rund 3500 Haushalte und Unternehmen im Bereich „Schortens-Süd“, die nun zügig mit modernen FTTH-Anschlüssen (FTTH: Fibre to the home, Faser bis ins Haus) versorgt werden: Glasfaser-Nordwest, ein Gemeinschaftsunternehmen von EWE und Telekom, hat dort mit dem Ausbau des Glasfasernetzes begonnen.

Das Glasfaser-ausbaugebiet

Schnelles Internet gibt es in Schortens erstmal nur im Ausbaugebiet „Schortens-Süd“: Das ist der Bereich östlich der Bahnlinie durch den Heidmühler Ortskern und die Menkestraße bis zum Klosterweg. Im Norden beginnt das Ausbaugebiet unterhalb des Inselviertels und der Fliegerhorst-Bahnlinie und von dort Richtung Süden über den Mühlenweg, Kreuzweg, entlang der Plaggestraße bis zum Klein-Ostiemer-Weg.

Nicht dazu gehört der nördliche Teil des Klosterwegs bis zum unbeschrankten Bahnübergang Höhe Wangerooger Straße, Addernhausen und Oestringfelde sowie das Inselviertel rüber bis zur Jeverschen Straße. Auch die Bahnhofstraße und alles jenseits der alten B 210 sind erstmal „außen vor“.

Wann der Ausbau in weiteren Bereichen der Stadt fortgesetzt wird, ist noch nicht klar.

 

Stabil und störungsfrei

Seit vergangener Woche wird schon richtig gebuddelt unter anderem entlang der Beethovenstraße und im „Komponistenviertel“. Dort kommen die Leerrohre, durch die später der Lichtleiter verläuft, rund einen halben Meter tief unter die Erde. Damit nun auch jeder weiß, dass es losgeht, muss natürlich auch ein symbolischer „erster Spatenstich“ her: Zu dem trafen sich am Dienstagvormittag Bürgermeister Gerhard Böhling und seine Bauamtschefs Andreas Büttler und Frank Schweppe vor der „Schaltstelle“ an der Beethovenstraße mit dem Regionalmanager Florian Nierke und Geschäftsführer Andreas Mayer von Glasfaser Nordwest sowie mit Philipp Nimz vom Ausbaupartner Telekom und Jens Thaden von der bauausführenden Firma KSO Nord GmbH.

„Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass Wohnen und Arbeiten immer digitaler werden“, sagt Andreas Mayer. Dazu wird viel Bandbreite benötigt. Und die liefern die FTTH-Anschlüsse. Die Glasfaser-Verbindungen werden – natürlich nur auf Kundenwunsch – bis in die Immobilie verlegt. „Jede Wohneinheit erhält eine eigene Glasfaserleitung. Auf Kupferkabel wird gänzlich verzichtet“, so Mayer. Künftig könne jeder, der an das Highspeed Internet angeschlossen wird, mit bis zu 1000 Mbit/s im Netz surfen. Das Besondere an dieser Technik ist zudem, dass das Glasfasernetz sehr stabil und nahezu störungsfrei ist.

„Der Bau des Verteilnetzes auf öffentlichem Grund sei das erste sichtbare Zeichen für die Schortenser, dass es nun losgeht“, sagt Böhling. „Ich freue mich, dass künftig viele Haushalte in Schortens über schnelles Internet verfügen“. Das Rathaus liegt übrigens auch im Ausbaugebiet – Böhlings privates Wohnhaus allerdings ganz knapp daneben (siehe Infokasten).

55 Kilometer Kabel

Vom Hauptverteiler an der Beethovenstraße wird eine komplexe, unterirdische Infrastruktur geschaffen. Insgesamt werden im Ausbaugebiet bis November 55 Kabelkilometer verlegt. Während der Tiefbauarbeiten am Verteilnetz werden Vorbereitungen für die Hausanschlüsse getroffen. Es werden Glasfaserabzweigungen gesetzt, so dass jedes Grundstück eine eigene Leitung bekommt“, erklärt Regionalmanager Florian Nierke. Interessenten, die einen Glasfaseranschluss sowie passenden Internettarif buchen, können dann an das Highspeed Internet angeschlossen werden.


Glasfaser Nordwest ist ein reiner Infrastrukturanbieter. „Um Glasfaseranschlüsse und -tarife zu bestellen, können sich Interessenten an einen der Vermarktungspartner wenden. In Schortens sind das Telekom und EWE. Die Vermarktung soll Anfang August starten, voraussichtlich Anfang 2023 sind dann die ersten Kunden auf der Hochgeschwindigkeits-Datenleitung unterwegs.

Oliver Braun
Oliver Braun Redaktion Jever
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