Schortens - Die Naturschutzstiftung Friesland-Wittmund-Wilhelmshaven setzt sich dafür ein, dass regionale Lebensräume mit ihren Tier- und Pflanzenarten erhalten und weiterentwickelt werden. In ihrer jüngsten Sitzung blickten sie auf das bisher Geleistete zurück und gaben einen Ausblick in die Zukunft, teilt die Stiftung in einer Presseinfo mit.Zum ersten Mal leitete Holger Heymann, Landrat des Landkreises Wittmund, in seiner Funktion als neuer Vorstandsvorsitzender die Sitzung und zeigte sich erfreut über die Erfolge des vergangenen Jahres: „Es ist vorbildlich wie hier Landwirtschaft, Politik, Verwaltung und Naturschutz vertrauensvoll Hand in Hand arbeiten. Die Projekte der letzten Jahre zeigen, dass es möglich ist, gemeinsam im Naturschutz etwas zu erreichen.“ Die Projekte in der Übersicht:
Biodiversität
In dem Projekt „Schaufenster Biodiversität“ wurden und werden zwischen 2020 und 2023 sieben Aktionen umgesetzt: Urbane Biodiversität, Fledermausquartier, Gewässerrenaturierung, Aufwertung von Waldparzellen, Biodiversität in der Agrarlandschaft, Ökologischer Garten und diverse Veranstaltungen. Zusammen mit landwirtschaftlichen Partnern aus Friesland, Wittmund und Wilhelmshaven wurde schon 2021 zertifiziertes Regiosaatgut auf landwirtschaftlichen Flächen eingesät, um auf diesen langfristig eine Erhöhung der biologischen Vielfalt zu erreichen. 2022 erfolgte der Einbau regulierbarer Grabenstaue, um höhere Wasserstände zu etablieren. Dadurch entstehen im östlichen Teil des Naturschutzgebietes Driefeler Wiesen bei Zetel deutlich vergrößerte Gewässer- und Feuchtbiotope. Bis Ende März 2023 werde das Projekt abgeschlossen sein.
Wildblumenwiesen
Die Förderung der Wildblumenwiesen ist 2022 erneut gut angenommen worden. Seit 2020 fördert die Naturschutzstiftung in den Landkreisen Friesland und Wittmund sowie in der Stadt Wilhelmshaven die Anlage von artenreichen Wildblumenwiesen aus zertifiziertem Regiosaatgut. 2022 konnte so Saatgut für etwa sechs Hektar Fläche verteilt werden.
Ausblick in Zukunft
Ein Schwerpunkt der Arbeit der Naturschutzstiftung in den kommenden Jahren wird auf der Etablierung der Ökologischen Station Jade liegen, die ab 2023 die Natura 2000-Gebiete in Wilhelmshaven, Friesland, Wittmund und der Wesermarsch betreuen wird. Die Schwerpunkte der Station liegen auf den Vogelschutzgebieten am Jadebusen und im Wangerland sowie auf den Teichfledermaushabitaten und Mooren. „Das besondere an der Ökologischen Station Jade ist, dass sich hier vier Gebietskörperschaften und eine Stiftung zusammengetan haben, um einige Aufgaben des Niedersächsischen Weges gemeinsam anzugehen. Mit der Arbeit der Ökologischen Station können wir zukünftig die Unteren Naturschutzbehörden bei der Betreuung der Vogelschutz- und Fauna-Flora-Habitat-Gebiet unterstützen und so unsere Aktivitäten im Naturschutz noch weiter vorantreiben“, erläuterte Dr. Ilka Strubelt, Geschäftsführerin der Naturschutzstiftung.
Wie in den 13 Jahren zuvor wird auch 2023 das Internationale Naturschutzcamp der IJGD (Internationale Jugendgemeinschaftsdienste) auf Wangerooge gefördert. Das Projekt trägt durch die Arbeit zum Erhalt der Küstendünen auf Wangerooge bei und leistet einen Beitrag zum Natur- und Landschaftsschutz.
