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Mit St. Martin hoch zu Ross Hunderte Martinsläufer bringen Schortens zum Leuchten

Beim ersten ökumenischen St. Martinslauf in Schortens: St. Martin (gespielt von der siebenjährigen Lilly Biber) hoch zu Ross teilt seinen Mantel mit einem armen Bettler.

Beim ersten ökumenischen St. Martinslauf in Schortens: St. Martin (gespielt von der siebenjährigen Lilly Biber) hoch zu Ross teilt seinen Mantel mit einem armen Bettler.

Svenja Gabriel-Jürgens

Schortens - „Ich geh mit meiner Laterne und meine Laterne mit mir“ – textsicher, gut gelaunt und mit leuchtenden Laternen in den Händen, zogen am Freitagabend die Kinder durch Schortens. Der Martinslauf, der in diesem Jahr zum ersten Mal ökumenisch veranstaltet wurde, lockte hunderte Gäste, darunter auch viele Erwachsene, die Schortens gemeinsam für kurze Zeit ein bisschen heller strahlen ließen.

Kinder-Projektchor

Traditionell findet der St. Martinslauf bereits seit über 20 Jahren in Schortens statt. Organisiert wurde er bisher vom Familien-Liturgie-Kreis der katholischen Kirche. Da die Veranstaltung in diesem Jahr zum ersten Mal ökumenisch organisiert wurde, beteiligte sich an der Vorbereitung erstmals auch die St. Stephanus-Kirche sowohl organisatorisch, als auch finanziell. Damit aber noch nicht genug. Auch Kinder der katholischen und evangelischen Kirchen trugen ihren Teil zur Veranstaltung bei. Eigens für den Martinslauf bildete sich vorab ein ökumenischer Kinder-Projektchor mit 20 sangesfreudigen Kindern, die vor dem gemeinsamen Martinslauf alle Gäste mit einem Lied vor der St. Stephanus-Kirche einstimmten.

Und dann ging es los. Pastoralreferentin Sonja Lücke führte den Zug, der auch von der Polizei begleitet wurde, an. Ihr Hinweis: „Haltet die Augen offen, vielleicht könnt ihr St. Martin auf seinem Pferd entdecken“, sollte sich dann auch schnell bewahrheiten. St. Martin, in diesem Jahr gespielt von der siebenjährigen Lilly Biber vom Ponyhof „Ponys am Deich“ aus Funnens, erwartete hoch erhobenen Hauptes und mit rotem Mantel und Helm bekleidet, die Laterne-laufende Menge. Gemeinsam ging es weiter, bis zur Gemeindewiese der katholischen Kirche. Dort fand das traditionelle Martinsspiel statt, bei dem St. Martin seinen Mantel mit einem armen Bettler teilte.

150 Martinsgänse

Unter musikalischer Begleitung von Posaunenchorleiter Peter Gallikowski klang das erste ökumenische St. Martinslaufen schließlich aus. Die Bäckerei Ulfers aus Schortens hatte erneut Martinsgänse gebacken – in diesem Jahr 150 an der Zahl – die anschließend von vielen fleißigen Helfern, unter anderem von dem 14-jährigen Schülersozialpraktikanten Jan Hogräfe, an die Kinder verteilt wurden. Die Form der Gänse stammte in diesem Jahr von Klara Fortmann.

Dass das erste ökumenische Martinslaufen in diesem Jahr ein voller Erfolg war, fanden auch Friedrich (7) und Johanna Janßen (11) und Helena Margula (8). Sie hatten sich im Vorfeld bereits am Kinder-Projektchor beteiligt. „Es war sehr schön“, zog Helena ihr Fazit.

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Svenja Gabriel-Jürgens
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