Schortens/Jever - Die Bestattungskultur hat sich in den letzten Jahren stark verändert, das spüren nicht nur die Träger der Friedhöfe, also die Kommunen und die Kirchengemeinden, sondern auch die Trauerfloristen und Friedhofsgärtner. Bei Bestattungen wird deutlich weniger Blumenschmuck bestellt als in früheren Jahren, und immer mehr Angehörige weichen auf Grabstellen aus, die möglichst pflegeleicht sind und wenig Aufwand erfordern.
Schortens/Jever - Die Bestattungskultur hat sich in den letzten Jahren stark verändert, das spüren nicht nur die Träger der Friedhöfe, also die Kommunen und die Kirchengemeinden, sondern auch die Trauerfloristen und Friedhofsgärtner. Bei Bestattungen wird deutlich weniger Blumenschmuck bestellt als in früheren Jahren, und immer mehr Angehörige weichen auf Grabstellen aus, die möglichst pflegeleicht sind und wenig Aufwand erfordern.
„Die klassischen großen Erdbestattungen mit sehr viel Blumenschmuck sind heute die Ausnahme“, sagt Anja Bartels, Chefin im Schortenser Blumenhaus Garlichs. Die Floristikmeisterin kann sich noch gut an die Zeit erinnern, als Verstorbene aufgebahrt wurden, der Sarg mit Blumen oder Grün ausgeschmückt wurde und die Angehörigen und enge Freunde in einer eigenen kleinen Gedächtnisfeier am offenen Sarg Abschied nahmen. Erst einen oder zwei Tage später folgte die offizielle Trauerfeier. „Das kommt heute nur noch ganz selten vor“, sagt sie und überlegt, dass sich die Riten möglicherweise auch mit einem insgesamt anderen Umgang mit dem Tod verändert hätten.
„Die klassischen großen Erdbestattungen mit sehr viel Blumenschmuck sind heute die Ausnahme“, sagt Anja Bartels, Chefin im Schortenser Blumenhaus Garlichs. Die Floristikmeisterin kann sich noch gut an die Zeit erinnern, als Verstorbene aufgebahrt wurden, der Sarg mit Blumen oder Grün ausgeschmückt wurde und die Angehörigen und enge Freunde in einer eigenen kleinen Gedächtnisfeier am offenen Sarg Abschied nahmen. Erst einen oder zwei Tage später folgte die offizielle Trauerfeier. „Das kommt heute nur noch ganz selten vor“, sagt sie und überlegt, dass sich die Riten möglicherweise auch mit einem insgesamt anderen Umgang mit dem Tod verändert hätten.
Dass sich die Trauerkultur im starkem Umbruch befindet, bestätigt Carsten Detert. Der Gärtnermeister aus dem gleichnamigen Blumengeschäft in Jever berichtet, dass der Trend deutlich zu Feuerbestattungen gehe. Und nicht wenige Angehörige bevorzugen auch eine Trauerfeier, bei der die Urne im Mittelpunkt steht. Der Blumenschmuck fällt dann natürlich weniger üppig aus als bei einem Sarg. „Den Menschen ist es heute nicht mehr wichtig, großen und üppigen Schmuck zum Begräbnis zu haben, dafür aber legen sie großen Wert auf Details, wie zum Beispiel die Farbe der Schleife.“
Dass sich die Trauerkultur im starkem Umbruch befindet, bestätigt Carsten Detert. Der Gärtnermeister aus dem gleichnamigen Blumengeschäft in Jever berichtet, dass der Trend deutlich zu Feuerbestattungen gehe. Und nicht wenige Angehörige bevorzugen auch eine Trauerfeier, bei der die Urne im Mittelpunkt steht. Der Blumenschmuck fällt dann natürlich weniger üppig aus als bei einem Sarg. „Den Menschen ist es heute nicht mehr wichtig, großen und üppigen Schmuck zum Begräbnis zu haben, dafür aber legen sie großen Wert auf Details, wie zum Beispiel die Farbe der Schleife.“
Der Blumen-Favorit zur Beerdigung ist die Rose, vor allem rote Rosen sind oft gewünscht. Dass die weiße Lilie eine klassische Friedhofsblume sei, das sei nur ein Gerücht – das sich aber hartnäckig halte, verrät Carsten Detert. Welche Blumen gewählt werden, das stelle sich oft erst im Gespräch heraus, sagt Anja Bartels. „Es kommt einerseits auf individuelle Vorlieben an. Und wenn eine junge Frau stirbt, dann werden wir zarte Töne verarbeiten, gerne auch die Lieblingsblume oder Lieblingsfarbe. Wenn aber ein Landwirt mit 90 stirbt, der ein rundes und erfülltes Leben hatte, dann dürfen es auch satte Farben sein, vielleicht sogar ein paar Ähren, wenn die Zeit dafür gerade da ist“, sagt Anja Bartels.
Der Blumen-Favorit zur Beerdigung ist die Rose, vor allem rote Rosen sind oft gewünscht. Dass die weiße Lilie eine klassische Friedhofsblume sei, das sei nur ein Gerücht – das sich aber hartnäckig halte, verrät Carsten Detert. Welche Blumen gewählt werden, das stelle sich oft erst im Gespräch heraus, sagt Anja Bartels. „Es kommt einerseits auf individuelle Vorlieben an. Und wenn eine junge Frau stirbt, dann werden wir zarte Töne verarbeiten, gerne auch die Lieblingsblume oder Lieblingsfarbe. Wenn aber ein Landwirt mit 90 stirbt, der ein rundes und erfülltes Leben hatte, dann dürfen es auch satte Farben sein, vielleicht sogar ein paar Ähren, wenn die Zeit dafür gerade da ist“, sagt Anja Bartels.
Die Pflege der Gräber hat zunehmend weniger Bedeutung für die Friedhofsgärtner. Viele Angehörige bevorzugten Rasengräber, auch Seebestattungen würden immer mehr, berichtet Carsten Detert. Somit nehmen die regelmäßigen Grabpflegearbeiten ab. Wer aber noch ein ganz normales Grab hat, der ließ es früher zur Winterzeit oft mit Tanne und Koniferen in aufwendig gearbeiteten Mustern bestecken. „Davon gehen wir heute ab. Die Winter werden zu warm, das Grün hält nicht gut und sieht schnell unansehnlich aus“, sagt Gärtnermeister Michael Bartels. Heide in Verbindung mit Silberdraht oder Silberblatt sei da dekorativer und werde von den Kunden gerne angenommen.
Die Pflege der Gräber hat zunehmend weniger Bedeutung für die Friedhofsgärtner. Viele Angehörige bevorzugten Rasengräber, auch Seebestattungen würden immer mehr, berichtet Carsten Detert. Somit nehmen die regelmäßigen Grabpflegearbeiten ab. Wer aber noch ein ganz normales Grab hat, der ließ es früher zur Winterzeit oft mit Tanne und Koniferen in aufwendig gearbeiteten Mustern bestecken. „Davon gehen wir heute ab. Die Winter werden zu warm, das Grün hält nicht gut und sieht schnell unansehnlich aus“, sagt Gärtnermeister Michael Bartels. Heide in Verbindung mit Silberdraht oder Silberblatt sei da dekorativer und werde von den Kunden gerne angenommen.
