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Investitionen ins Bürgerhaus Schortens verschoben Stadt Schortens verschafft sich etwas Luft

Sanierungs- und Modernisierungspläne vorerst gestppt: Das Bürgerhaus Schortens.

Sanierungs- und Modernisierungspläne vorerst gestppt: Das Bürgerhaus Schortens.

Oliver Braun

Schortens - Das inzwischen 35 Jahre alte Bürgerhaus Schortens muss und soll dringend saniert und modernisiert werden, damit es auch für die nächsten 35 Jahre gut dasteht – darüber besteht in der Politik und der Stadtverwaltung weitgehend Einigkeit. In welchem Umfang und in welchen Teilabschnitten modernisiert wird und welche Nutzungskonzepte für das Haus inklusive Gastronomie und Stadtbücherei sinnvoll und weitgehend zukunftsfest erscheinen, darüber gehen die Meinungen hingegen auseinander. Und mit der Energiekrise und den exorbitant steigenden Energiepreisen ist die künftige energetische Versorgung des Hauses in den Sanierungsplanungen inzwischen die wichtigste Frage überhaupt. Daher hat die Politik für die Bürgerhaus-Planungen den Reset-Knopf gedrückt und denkt noch mal ganz neu nach. Klar ist: Wenn das Bürgerhaus modernisiert wird, dann muss es energieautark werden. Damit würden sich auch ganz andere Fördertöpfe öffnen.

Alle Budgets durchleuchtet

Die im jüngsten Finanzausschuss der Stadt beschlossene Verschiebung der Investitionen ins Bürgerhaus verschafft der Stadt und insbesondere dem Haushalt für 2023 kräftig Luft. Immerhin geht es um mindestens vier Millionen Euro, die nun erstmal nicht eingeplant werden müssen. Der Schuldenberg der Stadt, der schon an der 35-Millionen-Euro-Marke zu kratzen drohte und vor allem bei CDU und Grünen alle Alarmglocken schrillen ließ, wird nicht noch höher aufgetürmt. Insgesamt waren im Etat für 2023 bislang neue Kredite in Höhe von 6,7 Millionen Euro enthalten.

Doch die langfristigen Verbindlichkeiten der Stadt sind nur eine Baustelle im Etat, die andere sind die laufenden Einnahmen und Ausgaben, und da haben erste Planungen eine Lücke von rund 1,45 Millionen Euro ergeben. Die Politik hatte der Verwaltung daher vor rund vier Wochen bei einer ersten Präsentation der Zahlen den Arbeitsauftrag erteilt, einen ausgeglichenen Entwurf vorzulegen. Das ist aktuell gelungen, die Verwaltung hat die Budgets der Fachbereiche durchleuchtet und unter’m Strich gibt es sogar ein Mini-Plus von 42000 Euro. Steuern werden jedenfalls nicht erhöht.

Zu hoch angesetzt waren unter anderem die Kosten für den Veranstaltungsbereich Bürgerhaus. Außerdem konnten für dieses Jahr geplante Mittel für Gebäudeunterhaltung, die mangels verfügbarer Handwerker noch nicht umgesetzt werden konnten, übernommen werden. Auch an andren Stellen wurden eingeplante Aufwendungen eingespart. „Mit dem neuen Entwurf sind wir sehr zufrieden“, freute sich Ausschussvorsitzender Maximilian Striegl (CDU).

Rechnung mit vielen Unbekannten

Das letzte Wort ist damit für den Etat aber noch nicht gesprochen: Noch offen ist zum Beispiel, welchen Betrag das Land unter dem Verwendungszweck „Schlüsselzuweisungen“ an die Stadt überweist; und ein Stochern im Zahlennebel ist zudem, wie sich die Kündigung des Kita-Vertrags finanziell auswirkt und wie im Gegenzug der Landkreis die Stadt dafür zur Kasse bittet. Zumindest sind die Energiepreise vertraglich noch bis Ende 2023 abgesichert. Dass es danach erheblich teurer wird, darüber macht sich keiner Illusionen.Vorgesehen ist nun, den Haushalt 2023 mit einem Gesamtvolumen von rund 40 Millionen Euro in der Ratssitzung am 15. Dezember.

Oliver Braun
Oliver Braun Redaktion Jever
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