Schortens - Auch wenn der gerade erst vor zwei Monaten vom Stadtrat beschlossene Haushalt bereits wieder Makulatur ist, so ist man in Schortens doch froh, das Papier bereits Ende 2022 erstellt zu haben, denn jetzt liegt bereits die Genehmigung durch den Landkreis Friesland vor. Das sorge dafür, dass die Verwaltung bereits handlungsfähig ist und Investitionen vorgenommen werden könnten, sagte Maximilian Striegl (CDU) am Donnerstag im Finanzausschuss.

Der Haushalt weist einen Überschuss von gut einer halben Million Euro aus. Darüber hinaus wurde eine Kreditermächtigung von 5,7 Millionen Euro genehmigt. Gleichwohl sei der Schuldenstand insgesamt zu senken, hatte der Landkreis der Stadt ins Aufgabenheft geschrieben. In Schortens beträgt der Schuldenstand zum Ende dieses Jahres voraussichtlich rund 31 Millionen Euro. Bei aktuell steigenden Zinsen wird der Schuldendienst also immer teurer.

Kaum liegt aber die Haushaltsgenehmigung vor, da wird auch schon deutlich, dass schon bald ein Nachtragshaushalt her muss. Aufgrund der hohen Verschuldung des Landkreises muss dieser seine Einnahmesituation verbessern – im Gespräch ist die Erhöhung der Kreisumlage um mindestens zwei Punkte, was gleich mehrere hunderttausend Euro ausmachen dürfte.

Zudem ist noch nicht klar und somit auch noch nicht einberechnet, in welcher Höhe sich die Stadt künftig an den Kosten für die Kinderbetreuung beteiligen muss. Diese Aufgabe hatte die Stadt vor kurzem zurück in die Verantwortung des Landkreises gegeben, der ab dem 1. August übernimmt. Insgesamt rechnet man damit, dass rund 1,5 Millionen Euro fehlen.

Für rechtskonform befunden und genehmigt wurde der Jahresabschluss für 2012. Nach Einführung des doppischen Rechnungssystems zum 1. Januar 2010 müssen nun die Abschlüsse Jahr für Jahr neu aufgestellt werden. Damit man schneller den aktuellen Stand erreicht, sollen von der Kämmerei zukünftig statt zwei Abschlüssen gleich vier Rechnungsabschlüsse pro Jahr erstellt werden. Der Antrag dazu kam von der CDU, er wurde parteiübergreifend unterstützt.


Kurzfristig sollen die Tarife im Hallenbad „Aqua Fit“ angepasst werden. Weil die Sauna derzeit außer Betrieb ist, soll es einen Tarif „Baden ohne Sauna“ geben. 3,90 Euro schlug Detlef Kasig (SPD) vor, der den Antrag auch einbrachte. Dafür gab es parteiübergreifend eine große Mehrheit.