Schortens/Sande - Ganz behutsam füllen sich die Kirchen wieder: Mit einem ersten Gottesdienst nach zwei Monaten Pause hat Pastor Jan-Christian Buchwitz von der ev.-luth. Kirchengemeinde Schortens am Sonntag knapp 40 Besucher in der St.-Stephanus-Kirche begrüßt. Die Besucher kamen mit Mundschutz, warteten mit Abstand auf Einlass, mussten sich vor dem gemeinsamen Gebet noch die Hände desinfizieren und im Vorraum der Kirche Name, Anschrift und Telefonnummer notieren – für den Fall der Fälle.

Vieles war anders und neu - auch für den jungen Pastor, der in seiner Predigt das Wort „Corona“ oder „Covid-19“ nicht direkt aussprach, aber das alles dominierende Thema natürlich in seine Predigt einbaute und den Menschen Mut machte in schweren Zeiten, von denen keiner weiß, wie lange die noch andauern. Selbst Gesang ist zurzeit nicht erlaubt – ein Lied zum „Vater Unser“ gab es vom Smartphone..

Vorläufig steht für die Gottesdienste der Kirchengemeinde nur die St.-Stephanus-Kirche zur Verfügung, nächsten Sonntag dann mit Pastor Klaus Illgen. Die Dietrich Bonhoeffer-Kirche und die Gustav-Adolf-Kirche in Roffhausen bleiben geschlossen.

Auch in Sande freut sich die evangelische Gemeinde, dass die Kirchen für Gottesdienste wieder öffnen dürfen. Am Sonntag feierte Kreispfarrer Christian Scheuer in Cäciliengroden in kleiner Runde mit der Gemeinde. Anders als in Schortens werden in der Kirchengemeinde Sande sowohl im Gemeindesaal in Sande, als auch in der Christuskirche Cäciliengroden die Gottesdienste im wöchentlichen Wechsel gefeiert. Laut Pastor Zimmermann lassen sich im Sander Gemeindesaal die Hygiene- Auflagen besser umsetzen als in der St.-Magnus-Kirche.

Der Himmelfahrts-Gottesdienst am 21. Mai soll laut Pastor Zimmermann wie alljährlich im Innenhof des Pflegeheims Sanderbusch stattfinden – bei schlechtem Wetter wiederum im Gemeindesaal Sande.

Oliver Braun
Oliver Braun Redaktion Jever