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Schulausschluss Schortenser Jugendlichen fehlen eigene Treffpunkte

Chihuahua Schombel

Schortens - „Immer diese Jugendlichen!“, heißt es oft. Doch dass Jugendliche in Schortens nicht nur randalieren, zeigte sich im Schulausschuss: Acht Jugendliche hatten sich eingefunden, um ihre Interessen zu vertreten. Sie alle nutzen die Skateranlage Hohe Gast und fordern eine Verbesserung des Platzes mit Hilfe der Stadt.

Skaterplatz Hohe Gast

Im Vorfeld hatte es bereits eine Begehung mit den Jugendlichen, dem Bürgermeister und Ratsvertretern gegeben. Initiiert und organisiert hatte das Treffen Pferdestall-Leiterin Sandra Gudehus.

Die Wünsche der Jugendlichen werden ernst genommen: Die Löcher auf dem Fußballplatz wurden bereits durch den Baubetriebshof verfüllt, der Basketballkorb repariert. Ein weiterer Korb soll aufgestellt werden. Zudem wurden drei Bänke mit Rückenlehnen aufgestellt, Mülleimer kommen noch.

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Ab September soll der Regelbetrieb im Aqua Fit wieder aufgenommen werden, mit einem breiteren Angebot inklusive Rheuma- und Babyschwimmen. Schortens’ Bäderleiter Peter Kramer bittet um Verständnis, dass kein Babyschwimmen möglich sei. Die 2. Stufe der Schwimmanfängerkurse beginnt laut Kramer mit Beginn der Sommerferien.

Die Umkleidekabinen am Badesee Schortens sollen weiter geschlossen bleiben. Für Reinigung und Aufsicht fehle Personal.

der Parkplatzsituation an der Grundschule Oestringfelde soll in zwei Schritten vorgenommen werden: Herbst 2021 wird die derzeit nicht genutzte Zufahrt wiederhergestellt, die Lehrerparkplätze im hinteren Bereich weichen einem neuen Spielgerät. Die Kosten: ca. 10 000 Euro. 2022 werden die Parkplätze gepflastert und die 21 auf 28 Parkflächen aufgestockt.

Die Eigeninitiative der Jugendlichen ist groß: So soll eine Gruppe gebildet werden, die als Ansprechpartner für die Skateranlage zur Verfügung stehen. In einem Jugendforum am 31. August soll auf der Skateranlage weiter überlegt werden, wie man die Anlage verbessern kann.

Streetwork

Im Schulausschuss stellte sich außerdem der neue Straßensozialarbeiter Marcus Gand vor. Bereits seit sieben Jahren für die Stadt im Pferdestall und seit 2014 als Grundschulsozialarbeiter tätig, berichtete er von seiner Arbeit als Straßensozialarbeiter, die er im Juni aufgenommen hat.

„Wo sind die Jugendlichen?“, fragt der 53-Jährige: „Schortens hat etliche Kinderplätze, aber was fehlt, sind Jugendplätze.“ Schortenser Jugendgruppen orientieren sich nach Jever, ältere Jugendliche nach Wilhelmshaven. Viele würden auch nur zu Hause am PC sitzen, weiß Gand. Das bedauert er und sieht die Stadt, aber auch Vereine in der Verantwortung: „Wir müssen auch die jungen Erwachsenen mitnehmen, wir brauchen sie.“ Gemeinsame Aktivitäten und ein größeres Angebot für die Jugendlichen könnten dazu beitragen, dass Jugendliche nicht zu „Stubenhockern“ werden.


Auch bei den Grundschülern sieht Marcus Gand Nachholbedarf: Anspannung und Unsicherheit bei den Kindern seien an der Tagesordnung. Das spiegele sich zuweilen in Aggression wider. „Man merkt außerdem, wo zu Hause gearbeitet wurde und wo nicht. Da wartet viel kollegiale Arbeit auf uns“, so Gand. Jana Gundulach kommt als Verstärkung für Gand an den Grundschulen am 1. September dazu.

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