Schortens - Der Verein der Integrationslotsen in Schortens wird sich voraussichtlich im nächsten Jahr auflösen. Das gab Vorsitzende Gisela Sandstede im Ausschuss für Soziales, Ordnung und Verkehr bekannt. Die Auflösung geschieht nicht etwa, weil es nichts mehr zu tun gibt: „Das Alter der aktiven Mitglieder ist inzwischen so hoch, dass sie die anfallenden Arbeiten nur mit großer Mühe bewältigen können“, sagte Sandstede.
Dem Antrag der SPD, den Feuerwehren Zuschüsse zum Erwerb den Anhängerführerscheins zu zahlen, lehnt die Stadtverwaltung ab; sie machte aber den Vorschlag, die Zuschüsse zum Führerschein von jetzt 1700 Euro auf 3200 Euro zu erhöhen, wie es in anderen Gemeinden schon üblich ist. Der Bedarf soll dann individuell ermittelt werden.
Über den Antrag, Bürgerprojekte schnell und unbürokratisch umsetzen zu können und dafür auch Mittel bereit zu stellen, wurde nicht entschieden. Es gebe bereits das Mittel des Bürgerantrags, mit dem sich Bürger direkt an den Rat wenden könnten. Wenn die CDU etwas darüber hinausgehendes wünsche, müsse sie die Vorschläge konkretisieren und noch einmal zur Diskussion stellen.
Seit 2015, als die Flüchtlingswelle nach Deutschland schwappte, bemühen sich die knapp Schortenser Lotsen, Sprachkenntnisse zu vermitteln, bei Bewerbungsschreiben und bei der Ausbildungsplatz- und Jobsuche zu helfen. Die Lotsen um Gisela Sandstede hatten sich seitdem dafür eingesetzt, dass die Flüchtlinge nicht nur betreut, sondern gefördert und gefordert werden.
Die Arbeit, die die Schortenser Lotsen bisher als Verein und ehrenamtlich gestemmt haben, wird nun teilweise von der neu eingestellten Sozialarbeiterin Marteen Riskalla übernommen. Fachbereichsleiter Thomas Berghof dankte den Lotsen für die herausragende Arbeit, die sie in den vergangenen Jahren bei der Integration in Schortens geleistet haben.
In seinem Bericht wies er darauf hin, dass die Stadt weiter nach Wohnungen für 14 Flüchtlinge sucht. Die aktuelle Quote der Zuweisungen liege bei 62 Personen. „Wenn die Situation sich weiter verschärft, kann es ganz schnell passieren, dass der Bus mit diesen 62 Leuten vor der Tür steht, die untergebracht werden müssen“, sagte Berghof. Sein Appell: Wer Wohnraum anbieten kann, soll sich bei der Stadt melden.
