Schortens - Tourenräder, Mountainbikes und Kinderfahrräder, Hollandräder, Rennräder: Auf dem Baubetriebshof der Stadt Schortens hat sich in der Garage, wo die Fundfahrräder aufbewahrt werden, allerhand angesammelt. Nur E-Bikes und Pedelecs sind dort (bisher) noch nicht zu finden.

Dennoch ist die Auswahl an Fahrrädern groß, die Frank Schweppe als Leiter des Baubetriebshofs jetzt zusammen mit seinen Mitarbeitern Dennis Nagel und Georg Kaye zum Verkauf anbot. „Der Schuppen ist voll, wir müssen uns von den Rädern, für die die Aufbewahrungsfristen abgelaufen sind, trennen und Platz schaffen“, so Schweppe.

75 Fahrräder hatten Schweppe und seine Mitarbeiter für die Versteigerung bereitgestellt. Viele davon in fahrbereitem und guten Zustand, darunter Markenräder von Kettler, Pegasus, Peugeot oder Gazelle. 40 weitere blieben in der Garage. „Für die Räder sind die Aufbewahrungsfristen noch nicht abgelaufen. Dort können sich die Eigentümer noch melden.“

Das Interesse an der Versteigerung der Fundfahrräder war durchwachsen – rund 20 Interessenten hatten sich auf dem Bauhof eingefunden. Viele allerdings schlugen gleich mehrfach zu und ersteigerten zwei oder drei und sogar sechs Fahrräder – meist zu Preisen zwischen fünf und zehn Euro. „Das Rennrad von Peugeot mache ich mir selber wieder fertig, die anderen Räder dienen als Ersatzteilspender für andere Räder“, sagt ein Käufer, der für rund 50 Euro sechs Fahrräder ersteigert hat und auf seinen Hänger verlädt.

Ein schickes neues Sportrad hat sich auch Erik Stümer aus Sande ersteigert. Ein Markenrad, „von dem das Neue noch nicht ab ist“. Für gerade mal 35 Euro war das sogar das teuerstes Rad der Auktion.


„Die Qualität der Fundfahrräder steigt“, hat Frank Schweppe festgestellt. Viele Räder seien noch verkehrstüchtig, da könne man so draufsteigen und losradeln. Am Ende ist Bauhofleiter und Auktionator Frank Schweppe nicht so ganz zufrieden mit der Versteigerung. Nicht mal jedes zweite Fahrrad fand einen neuen Besitzer.

Die unverkauften Räder kommen nun nicht etwa wieder in die Garage, sondern in die Altmetallverwertung. „Das bringt auch noch mal ein paar Euro für die Stadtkasse.“