Schortens - Nach dem Aufstellungsbeschluss für einen möglichen „Windpark Klein-Ostiem“ in Schortens macht sich entlang des Klein-Ostiemer-Weges und im erst vor vier Jahren erschlossenen Neubaugebietes „Burfenne“ am Ortsausgang Richtung Dykhausen leichte Nervosität breit. In der Ferne blicken die Anwohner bereits auf die bis zu 180 Meter hohen Anlagen des Windparks Sande. Nun ist auf einmal die Rede davon, dass ein weiterer Windpark dichter an ihre Häuser heranrücken könnte.
Stadt relativiert
Die Stadt Schortens relativiert: Mit Blick auf die bald erwartete Windpotenzialstudie gucke man derzeit nur, dass der Stadt keine Flächen, die vielleicht in Frage kämen, abhanden kommen, so Verwaltungschefin Anja Müller. Es gehe einfach darum, sich die Optionen offenzuhalten, wenn sich diese Fläche als geeignet erweise.
Mit der Windpotenzialstudie werden Flächen in Schortens ausfindig gemacht, wo überhaupt Windkraft möglich ist. Das Problem: Durch dieses Gebiet könnte möglicherweise auch eine neue Stromtrasse von Tennet führen. „Um sicherzustellen, dass Schortens Zugriff auf die Fläche für Windkraftanlagen hätte und auch die Politik zustimmen würde, will die Stadt Schortens mit ihrem Aufstellungsbeschluss schneller sein als der Trassenanbieter mit seinem Planfeststellungsverfahren“, so Anke Kilian aus der Schortenser Bauverwaltung.
Noch viel Konjunktiv
Also insgesamt noch viel „vielleicht“ und viel Konjunktiv im Moment. Das alles sei rein vorsorglich, die Windpotenzialstudie sei schließlich noch nicht abgeschlossen. Bis Ende des Monats laufen noch die Kartierungen und bis Ende März soll die Studie vorliegen. „Selbst wenn sich die Fläche als geeignet herausstellt, bedeutet das noch lange nicht, dass dort auch Windräder hinkommen“, so Kilian. Das entscheide letztlich die Politik.
