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Diskussion um Sauna, Badezeiten und Temperaturen verunsichert Gäste Besucherzahl im Schortenser Aqua Fit leicht erholt

Blick ins 2019 wiedereröffnete Schortenser Hallenbad Aqua Fit. Seit Modernisierung und Rückbau vom einstigen Freizeitbad zum schlichten Sport- und Gesundheitsbad hat das Aqua Fit noch keine „normale Saison“ erlebt.

Blick ins 2019 wiedereröffnete Schortenser Hallenbad Aqua Fit. Seit Modernisierung und Rückbau vom einstigen Freizeitbad zum schlichten Sport- und Gesundheitsbad hat das Aqua Fit noch keine „normale Saison“ erlebt.

Oliver Braun

Schortens - Das Hin und Her um Öffnungszeiten des Hallenbades für die Allgemeinheit und besonders für Familien, dazu die unter dem Eindruck der Energiekrise geführte Diskussion um das Absenken oder doch wieder Heraufsetzen der Wassertemperaturen und nicht zuletzt das Abschalten und die Schließung des Saunabereiches haben dem Schortenser Hallenbad Aqua Fit schwer zugesetzt und für viel Verunsicherung bei Bürgern und potenziellen Badegästen gesorgt: Im gesamten Dezember nutzen gerade mal 520 zahlende Gäste das Bad. „Nach Schließung der Sauna und Reduzierung des öffentlichen Badebetriebs seit dem 9. Dezember hat es massive Rückgänge bei den Tagesbesuchen gegeben“, sagte Bäderleiter Peter Kramer am Donnerstagabend im Fachausschuss für Schule, Soziales, Jugend und Sport.

Wie erwartet hatte Janto Just (Freie Bürger) einmal mehr gefordert, den Saunabereich wieder zu öffnen und als Teil des Inklusivangebotes für die Badegäste anzubieten. Und wie erwartet fand er dafür keine Mehrheit.

Wasser wieder wärmer

Wie berichtet, hatte der Verwaltungsausschuss am 6. Dezember mehrheitlich die aktuelle Regelung beschlossen: öffentlicher Badebetrieb nur noch ab Freitagnachmittags bis Sonntagabend. In der Woche gehört das Bad den Schulen und Vereinen für Schwimmausbildung und Training. Die Sauna bleibt abgeschaltet. Vorerst soll das bis Ostern so bleiben. Erkannt wurde damals Anfang Dezember aber auch, dass die bereits im Oktober auf 25 Grad abgesenkte Wassertemperatur im Hauptbecken wohl doch etwas zu besucherunfreundlich war. Seit Mitte Dezember ist das große Becken wieder auf 27 Grad temperiert, das Lehrschwimmbecken auf 30 Grad und das Kleinkinderbecken auf 32 Grad. Im Bad herrscht eine Lufttemperatur von 30 Grad, so Peter Kramer. „Da muss also niemand frieren.“

Seit Januar bessern sich die Zahlen wieder, so Kramer. Es gab eine ordentliche Steigerung bei den Besucherzahlen, die in der Summe natürlich immer noch gering sind. Besonders aber der Sonntag als Familientag werde wieder mehr wahrgenommen. So gab es im Januar fast 850 Besuche. Als Erfolg verbucht das Bäderteam das vor einer Woche mit dem Förderverein ProBad organisierte Zeugnisschwimmen. Wasserspiele und Wettbewerbe mit kleinen Preisen bei freiem Eintritt für Kinder und Jugendliche bis 14 Jahre lockten knapp 100 Zeugniskinder ins Bad, dazu mehr als 50 weitere Jugendliche. „Es ist wichtig, dass wir diese Altersgruppe zurückgewinnen“, meint Kramer. Viele Kinder und Jugendliche wüssten gar nicht, was ihr Hallenbad zu bieten hat.

Den Februar abwarten

Inwieweit die geschlossene Sauna oder die auf das Wochenende begrenzten Zeiten für das öffentliche Baden die Besucherzahlen beeinflussen, will man sich vor weiteren Entscheidungen noch etwas ansehen und gucken, wie sich die Besucherzahlen im Februar und im März entwickeln. Die Sauna ist natürlich ein Highlight für Schortens und die auswärtigen Besucher und im Eintrittspreis des Bades enthalten. „Viele Schwimmer haben die Sauna gerne mitgenutzt. Manche kamen vor allem wegen der Sauna – die kommen nun vermutlich nicht mehr“, sagt Kramer.


Nachdem das Schortenser Bad sich in den vergangenen Monaten vor allem darauf konzentriert hat, die versäumten Schwimmkursen aus der Corona-Zeit aufzuholen und nun Grundschüler der Jahrgänge 3 und 4 Schwimmen lernen, sollen nun vermehrt auch die Erst- und Zweitklässler Schwimmunterricht erhalten, sagte Peter Kramer. Mit der Grundschule Hooksiel startet zudem eine weitere Schule aus dem Wangerland ihre Kurse in Schortens. Die Bäder im Wangerland sind wegen der Energiekosten schon seit November geschlossen und öffnen voraussichtlich erst wieder Ende März.

Oliver Braun
Oliver Braun Redaktion Jever
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