Schortens - Der Förderverein „ProBad“ Schortens ist nach dem von allen Seiten befürworteten großen Runde zur Zukunft des Hallenbades Aqua Fit und den Öffnungszeiten und Angeboten des Bades in Zeiten der Energiekrise und explodierender Gaspreise „irritiert“ über den kürzlich erstmals zusammengekommenen „runden Tisch“. Denn an dem saßen neben Vertretern der Initiative Pro Bad, Bürgermeister Gerhard Böhling und Stellvertreterin Anja Müller sowie Bäderleiter Peter Kramer mit Udo Borkenstein von der SPD nur ein einziger Vertreter der Schortenser Politik.
Gemeinsame Lösung finden
Detlev Kasig (SPD-Ratsherr und ProBad) sowie die beiden anderen ProBad-Vorsitzenden Stefan de Vries (DLRG Ortsgruppe Jever-Schortens) und Reinhold Fischer (Heidmühler FC) wiesen ausdrücklich darauf hin, dass sie sich ihrer Verantwortung bewusst seien, sowohl nach Lösungen zur Energieeinsparung zu suchen und weiterhin den Bürgern das Schwimmen zu ermöglichen, als auch den Kindern das Schwimmen beizubringen. In Anerkennung und Wertschätzung ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit hätten sie sich daher gewünscht, dass alle anderen Parteien dies ebenso sehen und man gemeinsam nach konstruktiven Lösungen sucht. Die Abwesenheit der Parteien, die nach einer sofortigen Schließung des Bades gerufen haben, habe den Förderverein dann doch „sehr irritiert“.
„Es ist klar, dass bei einem bundesweiten Appell sofort und unmittelbar Maßnahmen beschlossen werden müssen, die auch das Hallenbad Aqua Fit betreffen“, stellt HFC-Vorsitzender Reinhold Fischer fest. Deshalb haben die Teilnehmer des „runden Tisches“ temporäre mögliche Maßnahmen diskutiert und besprochen, die die Verwaltung in den nächsten Wochen bis in den Winter hinein umsetzen könnte. Vorausgesetzt, der Verwaltungsausschuss stimmt den Maßnahmen zu. „Wir hoffen, dass spätestens dann der Mut zur konstruktiven Zusammenarbeit bei den anderen, noch fehlenden politischen Parteien vorhanden sein wird“, so Stefan de Vries. „Verantwortliches Handeln für die Liegenschaften der Stadt Schortens ist nun gefordert und kein Wegducken“, stellt Kasig fest.
Verein einbinden
Wie berichtet, hatten die Grünen im Schortenser Rat die Stadtverwaltung vor kurzem gefordert, das Hallenbad wegen der Energiekrise schnellstmöglich zu schließen. Unterstützt wurden sie in ihrer Forderung von der CDU. „ProBad“ hatte daraufhin einen „runden Tisch“ gefordert. Die SPD/FDP-Gruppe griff den Vorschlag auf und formulierte einen Antrag, den Heidmühler FC, die DLRG-Ortsgruppe und den Förderverein ProBad in das weitere Vorgehen einzubinden. Vereinbart wurde schließlich im Verwaltungsausschuss der Stadt, die Fraktionsvorsitzenden der örtlichen Parteien sowie die drei Vorsitzenden der aktiven Vereine einzuladen, um die gesamte Problematik zu besprechen.
