SCHROTENS - Nachdem die Wählergruppe BfB seit Jahren die Überführung der Jugendwerkstatt Schortens in die Trägerschaft des Landkreises Friesland gefordert hatte, drängt nun auch die SPD Schortens auf eine baldige Entscheidung zur Zukunft der Jugendwerkstatt. Grund ist vor allem der Zuschuss der Stadt Schortens, die trotz finanziell angespannter Lage jährlich rund 180 000 Euro als freiwillige Leistung in den Betrieb steckt.

„Sollte der Landkreis nicht in der Lage sein, die Jugendwerkstatt in die Trägerschaft der Volkshochschule zu übernehmen, sehen wir nur noch die Auflösung zum Jahresende“, so SPD-Fraktionsvorsitzender Udo Borkenstein. Er hat in einem Schreiben an Bürgermeister Gerhard Böhling eine Beratung im Fachausschuss beantragt.

Wie berichtetet, gibt es Überlegungen, die Jugendwerkstatt ab 1. Januar 2013 unter neuer Trägerschaft der Volkshochschule Friesland-Wittmund als zertifiziertem Träger fortzuführen. Der Landkreis müsste diese Lösung mit jährlich etwa 10 000 Euro bezuschussen, der Restbetrag würde von N-Bank sowie vom Jobcenter getragen.

Die Jugendwerkstatt kümmert sich um Jugendliche ohne Schulabschluss oder ohne Ausbildungsplatz und sorgt für entsprechende Qualifizierung der jungen Leute. Pro Halbjahr werden dort etwa 25 Jugendliche wegen ihrer Schwierigkeiten in der Berufsausbildung stabilisiert. Sie lernen soziale Kompetenz und holen Versäumtes aus der Schule nach. Etwa die Hälfte der Jugendlichen kommt aus Schortens, die anderen aus dem übrigen Kreisgebiet.