Jever - „Black Times“, „Fake Friends“, „Speak up“, „Mobbing ist keine Lösung“ und „Gemeinsam stärker“ – unter diesen Titeln stellten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 9b am Mariengymnasium ihre Kurzfilme vor, die sie im Rahmen des „Color your Life“-Projekts zum Thema Gesundheit produziert haben. Die Besonderheit: Sie waren von der ersten Idee über das Drehbuchschreiben, die schauspielerische Umsetzung sowie das Filmen und Schneiden bis zum Endergebnis für alles selbstverantwortlich.
Eine Woche Zeit
Eine Woche lang hatten die Schülerinnen und Schüler Zeit, zu einem spezifischen Thema der Gesundheit einen Kurzfilm zu produzieren. Begleitet und unterstützt wurden sie dabei von den Medienpädagogen Anastasia Sverdlova und Henning Frommeyer von der Medienagentur „vomhörensehen“. „Es ist wirklich beeindruckend, wie autonom ihr gearbeitet habt“, betont Sverdlova während der Abschlusspräsentation der Filme am Freitag in der Aula des Mariengymnasiums. „Wir haben uns fast wie Störenfriede gefühlt, wenn wir in eure einzelnen Gruppen gekommen sind, weil ihr so selbstständig und vertieft in eure Filme wart“, fügt Frommeyer hinzu.
Viele Teilbereiche
Gesundheit steht beim Präventionsprojekt für junge Menschen, „Color your Life“, im Fokus. Zu Beginn der Woche haben die beiden Medienpädagogen der Klasse eine inhaltliche Einführung gegeben und darüber aufgeklärt, dass es neben der physischen auch die mentale, soziale und psychische Gesundheit gibt – Teilbereiche sind dabei Sport, Ernährung und Leistungsdruck, aber auch Mobbing und Krisenbewältigung.
Mobbing und Trauma
Insbesondere die mentale und psychische Gesundheit thematisierten die Schülerinnen und Schüler in ihren Kurzfilmen. „Wir sind auf das Thema Mobbing gekommen, weil das ja leider sehr häufig passiert an Schulen“, sagt eine Gruppe. Eine andere wiederum hat sich mit dem Thema Traumabewältigung auseinandergesetzt: „Wir wollten zeigen, dass man sich therapeutische Hilfe suchen sollte, wenn man etwas Schlimmes erlebt hat oder es einem nicht gut geht“.
Prägende Woche
Auch Themen wie falsche Freundschaften, Gewalt und Drogen waren Inhalte der Kurzfilme. Eine Schülerin betonte, dass die Woche sehr prägend gewesen sei und gleichzeitig eine gelungene Abwechslung zum Unterricht. Als Dank für die Unterstützung der Medienpädagogen Sverdlova und Frommeyer gab es noch ein kleines Präsent und lobende Worte der Schülerinnen und Schüler für die beiden: „Es hat viel Spaß gemacht, mit euch zu arbeiten und wir konnten viel lernen und für die Zukunft mitnehmen“.
Finanziert wird das Projekt von der hkk Krankenkasse. Für die Umsetzung verantwortlich ist die Bremer Medienagentur „vomhörensehen“ in Kooperation mit den Kreissportbünden Friesland, Ammerland, Wesermarsch, dem Stadtsportbund Delmenhorst, dem BTB Oldenburg sowie der hkk Krankenkasse.
