Schortens - Ob als rosafarbener Flamingo, als gelber Minion oder im kunterbunten 80er-Jahre Turnoutfit – 750 Schülerinnen und Schüler der IGS Friesland Nord haben am Freitagvormittag in Schortens bunt kostümiert Runde für Runde gedreht, und zwar für den guten Zweck. Dabei ließen sie sich auch vom Regen nicht aufhalten. Nur musste die Laufstrecke aufgrund des Wetters ein wenig verkürzt werden, teilte der stellvertretende Schulleiter Jörg Höfer mit.
Die Schulgemeinschaft hat insgesamt 6062 Runden bewältigt. Das entspreche 2424 Kilometern und sei vergleichbar mit der Strecke von Schortens nach Mailand und zurück, gab Höfer an. Allein die Klasse 7.1 habe 368 Runden (circa 147 Kilometer) zurückgelegt.
Der Spendenlauf der IGS fand unter den Themen „Schule gegen Gewalt“ und „Schüler laufen für Schüler“ statt. Unterstützt werden von den erlaufenen Geldern der Verein SOS Ukraine aus Jever und das Nepalprojekt „Ketaaketi“. „Damit möchte die Schulgemeinschaft einen aktiven Beitrag für Schülerinnen und Schülern in Krisengebieten leisten“, sagte Jörg Höfer.
Klassenweise auf der Strecke
Klassenweise wurden die Schüler am Freitag auf die Strecke geschickt. Start- und Zielbereich waren dem Schulhof an der Beethovenstraße. Und auch wenn dem Spendenlauf ein ernster Anlass zugrunde lag, sollte die Aktion dennoch mit Spaß für die Schülerinnen und Schüler verbunden werden. Darum sind die Klassengemeinschaften aufgerufen worden, unter einem selbstgewählten Motto in entsprechender Verkleidung zu laufen. Somit setzten die Läuferinnen und Läufer viele bunte Akzente an dem grauen und verregneten Vormittag. Ganz nach der Devise: „Gemeinsam laufen – gemeinsam helfen – gemeinsam Gutes tun“.
So liefen einige Schülerinnen und Schüler in einheitlichen Fußballtrikots, eine Klasse lief in teuflischer Verkleidung und eine weitere als blaue Schlümpfe verkleidet. „Diese kreative Vielfalt trug maßgeblich zur fröhlichen und verbindenden Atmosphäre bei“, sagte Höfer. Und es habe das Gemeinschaftsgefühl enorm gestärkt.
Ein besonderer Höhepunkt war die Beteiligung der benachbarten Alten- und Pflegeheime. Einige Senioren säumten die Laufstrecke, feuerten die Läufer an und verteilten Traubenzucker zur Stärkung an die Schülerinnen und Schüler.
Laufen und Gehen erlaubt
Folgende Teilnehmer und Teilnehmerinnen legten mehr als 20 Runden (je 400 Meter) zurück: Ohke Folkers (Klasse 7.3), Thure Wartenberg (7.4), Lina Schulze (8.1), Yana Pyzh (Klasse 9.4), Christian Klingbeil (Lehrer), Henning Tholen (Lehrer), Jörg Winterfeld (Hausmeister).
Im Vorfeld des Laufs hatten sich die Schülerinnen und Schüler persönliche Sponsoren gesucht, die bereit waren, einen bestimmten Betrag pro gelaufene Runde zu spenden. Die Sponsoren konnten Familienmitglieder wie Großeltern, Tanten und Onkel sein, aber auch örtliche Unternehmen wie Bäckereien, Apotheken oder Banken, die eine ganze Klasse unterstützen.
Am Lauftag selbst wurde in einer festgelegten Zeitspanne die Anzahl der gelaufenen Runden gezählt, wobei sowohl Laufen als auch Gehen erlaubt war. Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5 und 6 hatten 30 Minuten Zeit, die Jahrgangsstufen 7 bis 9 liefen 45 Minuten. Die erlaufene Rundenzahl wurde auf den Sponsorenvereinbarungen notiert und den Läuferinnen und Läufern im Anschluss wieder ausgehändigt. Nun sammeln die Schülerinnen und Schüler die zugesagten Spenden bei ihren Sponsoren ein.
Erlös geht an drei Projekte
Ein zentrales Projekt, das von den erzielten Spenden profitieren soll, ist die Gewaltprävention der Schule. Hierbei steht die Auseinandersetzung mit Gewalt und deren Prävention im Mittelpunkt. Durch die Sensibilisierung und Aufklärung der Schülerinnen und Schüler sollen Ursachen, Formen und Folgen von Gewalt behandelt werden. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Entwicklung der Fähigkeit zur gewaltfreien Konfliktregelung und -schlichtung sowie dem Erlernen sozialer Kompetenzen.
Bereits 2023 kam der gesamte Erlös des Spendenlaufs SOS Ukraine zugute, von dem Kinder in der Ukraine unterstützt wurden. Und auch in diesem Jahr soll ein Teil der Spendensumme an den Verein gehen, der sich im Landkreis Friesland und der Region umzu engagiert, um Spenden für die vom Krieg betroffenen Menschen in der Ukraine zu sammeln, aber auch Geflüchteten hilft.
Ein weiterer Teil der Spendensumme geht an das Nepalprojekt „Ketaaketi“, das nepalesische Wort für „Kinder“. Im Jahr 2007 hat Anneli-Sofia Räcker aus Varel dieses neue Hilfsmodell nach einer inspirierenden Reise nach Nepal gegründet. Es basiert auf der Unterstützung eigener Initiativen und einer engen Zusammenarbeit. Dieses deutsch-nepalesische Kooperationsmodell wird derzeit in Kathmandu und den Bergregionen des Kathmandu-Tals umgesetzt. „Ketaaketi“ agiert dabei als verlässlicher Kooperationspartner und unterstützt mittlerweile mehr als 2000 Kinder. Die Lebensumstände in Nepal werden an der IGS im Unterricht im Fach Gesellschaftslehre des 8. Jahrganges thematisiert.
Der Jahrgang 5 ist um 8.15 Uhr im Regen gestartet.
Björn Lübbe
Die Klasse 6.1 wartet darauf, das ihr Jahrgang starten kann. Das Motto sind die Minions.
Björn Lübbe
Auch für Verpflegung war auf dem Schulhof gesorgt.
Björn Lübbe
Der Jahrgang 5 ist um 8.15 Uhr im Regen gestartet.
Björn Lübbe
Auch für Verpflegung war auf dem Schulhof gesorgt.
Björn Lübbe
Alle Läuferinnen und Läufer hatten ein Ticket, das nach jeder Runde gescannt wurde, damit die Runden mitgezählt werden.
Björn Lübbe
Alle Läuferinnen und Läufer hatten ein Ticket, das nach jeder Runde gescannt wurde, damit die Runden mitgezählt werden.
Björn Lübbe
Alle Läuferinnen und Läufer hatten ein Ticket, das nach jeder Runde gescannt wurde, damit die Runden mitgezählt werden.
Björn Lübbe
Die Klasse 6.1 wartet darauf, das ihr Jahrgang starten kann. Das Motto sind die Minions.
Björn Lübbe
Der Jahrgang 5 ist um 8.15 Uhr im Regen gestartet.
Björn Lübbe
Der Jahrgang 5 ist um 8.15 Uhr im Regen gestartet.
Björn Lübbe
