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Klimaschutz-Projekt an Oberschule Bockhorn Schüler hinterfragen ihren ökologischen Fußabdruck

Schüler des Realschuljahrgangs 9 fragen sich, wie nachhaltige Mobilität in Zukunft aussieht.

Schüler des Realschuljahrgangs 9 fragen sich, wie nachhaltige Mobilität in Zukunft aussieht.

Luise Charlotte Bauer

Bockhorn - In einem Pilotprojekt beschäftigten sich Schülerinnen und Schüler der Oberschule Bockhorn mit dem Thema Klimaschutz. Dabei richten sie ihren Blick sowohl in die Gegenwart, als auch in die Zukunft. Wie viel Kohlestoffdioxid verursache ich? Welche Folgen hat das für die Umwelt? Wie kann ich meinen ökologischen Fußabdruck verringern? Auf diese Frage suchte der Realschuljahrgang 9 an verschiedenen Arbeitsstationen Antworten.

Anschauliche Selbstreflexion

In computerunterstützter Gruppenarbeit ermitteln die Schüler zunächst, wie viel Kohlenstoffdioxid sie im Alltag produzieren. Dabei beantworten sie verschiedene Fragen zu ihrem Verhalten in Bezug auf Themenbereiche wie Essen, Kleidung und Mobilität. Entsprechend ihrer Antworten sammeln sie Klötzchen. Jedes Klötzchen steht hierbei für eine viertel Tonne Kohlenstoffdioxid. Am Ende werden diese aufgetürmt. Die Schüler können so ihren ökologischen Fußabtritt anschaulich mit dem durchschnittlichen Verbrauch eines Deutschen und dem Höchstwert, bei dem die Klimaziele noch realisierbar sind, vergleichen.

„Jetzt achte ich bestimmt mehr auf Klimaschutz“, sagt der Schüler Yannis Elbers. Er bemängelt, dass in anderen Projekten immer nur etwas theoretisch erzählt werde. „Hier kann ich durch die Klötzchen sehen, wie viel ich verbrauche“, sagt Yannis. Auch seinem Klassenkameraden Paul-Mathis Julius gefällt, dass das Projekt praxisorientiert ist. „Es ist cool. Man lernt, was schädlich ist und wie sehr“, sagt der 15-Jährige. Besonders interessant fand Paul-Mathis beispielsweise, wie viele verschiedene Länder an der Produktion einer Jeans beteiligt sind.

Visionen für Zukunft entwickeln

Im zweiten Teil des Projektes entwickelten die Schülerinnen und Schüler Ideen und Visionen zur Reduzierung des Kohlenstoffdioxid-Ausstoßes. „Interessant ist vor allem der Gedanke, wie Verkehrsmittel in der Zukunft aussehen könnten“, so Yannick. Aber auch über umweltfreundliche Mode und nachhaltiges Wohnen denken die Schüler im Projekt nach.

Ihre Ideen diskutieren die Schüler mit ihrer Klassenlehrerin Susanne Deckert und Claudia Ditsche vom „Regionalem Umweltzentrum Schortens“ (Ruz Schortens), das das Projekt gemeinsam mit dem Landkreis Friesland für die Region angepasst hat. Das Ziel ist es, dass sich die Schüler selbstkritisch mit ihrem alltäglichen Konsum auseinandersetzen, sagt Ditsche. Es sei wichtig sich zu fragen, ob Konsum auch gleichzeitig Glück bedeute. Dabei steht für Ditsche der Gedanke an die eigene soziale Verantwortung im Vordergrund.


Laut Deckert ist das Projekt ein erster Versuch – bei Erfolg soll es jedoch in den Schulplan aufgenommen werden. Sie hofft, dass die Schüler vieles aus den Gruppenarbeiten mitnehmen. Wichtig sei dafür aber auch, dass im Elternhaus weiter über das Thema Klimaschutz gesprochen werde. Bei der Umsetzung des Gelernten seien die Schüler oft auf die Hilfe ihrer Eltern angewiesen, etwa wenn es um die Planung des Urlaubes ginge.

Luise Charlotte Bauer
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