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Leichtathletik Premieren-Sieg beim Sechs-Stunden-Lauf

Sande - Auf beeindruckende 69,541 Kilometer ist Steffen Herke von den gastgebenden Ultrafriesen am Pfingstwochenende als Sieger der Männerkonkurrenz beim Sechs-Stunden-Lauf um den Sander See gekommen. Mit nicht minder bemerkenswerten 55,566 Kilometern binnen sechs Stunden lieferte Natalie Andrees (LG Fliegerhorst Upjever) die Bestmarke bei den Frauen. Während es für den aus der Friesischen Wehde stammenden Herke nach 2016 bereits der zweite Sieg am Sander See war, holte sich Andrees bei ihrem ersten Ultralauf-Wettkampf überhaupt auf Anhieb den Siegerpokal.

Bei den Staffelläufern sicherten sich „The Grey Hornets“ um Dawid Wysiecki mit insgesamt 89,812 Kilometern den ersten Platz. Der TuS Zetel hatte gleich drei Laufteams aufgeboten. Nach Ertönen der Schlusssirene am Ende der sechsten Stunde belegte das Team Zetel 1 in der Besetzung Alexander Hilje, Henning Janssen, Marion Baumann, Christian Elias und Heinz Tausendfreund mit erlaufenen 40 Runden und einer Strecke von 76,206 km Rang vier hinter „Wiesmoor-Turek 2“ (85,072 km) und „Cäci’s Turbo-Schnecken (79,426 km). Das jüngste Team, die Leichtathletik-Talente des Tus Zetel mit Emma Janssen, Tjalda Gertje, Jasmin Schade, Mara Janssen und Fenja Ihmels, landete nach 38 Runden und 72,496 km auf dem geteilten fünften Platz.

Zehnte Auflage

Zum zehnten Mal hatten Frank Dams und Mike Pieprytza vom Verein Ultrafriesen den Lauf organisiert. Da der TuS Sande in Zukunft die Veranstaltung übernehmen will, erhielt Dams zum Abschied als Organisator ein großes Plakat mit den Unterschriften aller Teilnehmer.

Bei der Jubiläumsauflage waren am Samstag 57 Einzelläuferinnen und -läufer sowie 19 Staffeln am Start. Der bisherige Teilnehmerrekord war 2019 mit 93 Einzelläufern und 20 Staffeln aufgestellt worden. „Doch der durch die Pandemie bedingte allgemeine Teilnehmerschwund bei Laufveranstaltungen ging auch am Sander See nicht vorüber“, erläutert Ultrafriesen-Sprecher Jan Kuhlmann: „Am Start waren aber die Unentwegten, die sich auch während des Lockdowns allein oder in kleinen Gruppen fit gehalten hatten.“

Beim Sechs-Stunden-Lauf geht es darum, sechs Stunden lang auf dem Wanderweg um den Sander See herum zu laufen. Jedes Mal, wenn die Aktiven wieder am Start vorbei kamen, löste ein Chip in der Startnummer einen Impuls aus, der ihnen 1882 Meter mehr auf die Ergebnisliste schrieb. Nach genau sechs Stunden ertönte ein lautes Signal – und alle Läufer ließen genau an der Stelle, wo sie dann waren, einen Holzwürfel mit der eigenen Startnummer fallen. Die Zeitnehmer rollten danach mit dem Messrad einmal um den See und notierten die so genannten Restmeter.

Dabei sein ist alles

„Für die meisten Ultraläufer ging es aber gar nicht um den Sieg, sondern darum, gemeinsam mit den Sportkameraden zu laufen und am Ende einen weiteren Lauf zur Marathon-Statistik hinzuzufügen“, erklärt Kuhlmann: „So blieb genug Zeit, ein wenig am reichhaltig ausgestatteten Verpflegungsstand zu verweilen und danach gemütlich den Hits der Liveband Time Spirit zu lauschen, bevor man zur nächsten Runde aufbrach.“


Die Ultrafriesen waren besonders stolz, ein Umfeld für den internationalen Jugendaustausch zu schaffen. So traten 42 Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 15 Jahren aus Wiesmoor und der polnischen Partnerstadt Turek, die hier zurzeit gemeinsam zelten, in neun Staffeln beim Sechs-Stunden-Lauf an. Kuhlmann: „Ohne ernsthaftes Training reichte es zwar nur für die hinteren Plätze, aber Spaß hat es den jungen Leuten auf jeden Fall gemacht.“

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