Hooksiel - Auch Längsseits-Schleppen will gelernt sein: Im Hafen Hooksiel hat das Trainingsschiff „Carlo Schneider“ am Mittwoch mit den Hauptamtlichen des Seenotrettungskreuzers „Bernhard Gruben“ ein Ausbildungstraining absolviert. Die Seenotretter übten insbesondere mit dem Tochterboot „Johann Fidi“, ein in der Regel havariertes Boot längsseits in Schlepp zu nehmen. Dafür drehten die kleine „Johann Fidi“ und die große „Carlo Schneider“ Runden im Hafenbecken - und boten bei dem goldenen Oktoberwetter ein tolles Fotomotiv.

In den Tagen zuvor waren schon die freiwilligen Seenotretter der Station Hooksiel fortgebildet worden. Ab diesem Donnerstag absolviert das Trainingsschiff der DGzRS dann ein mehrtägiges Stationstraining mit den Freiwilligen des Horumersieler Seenotrettungsboots „Wolfgang Paul Lorenz“.

Bis Jahresende bereist die „Carlo Schneider“ dann die Stationen Fedderwardersiel, Bremerhaven, Cuxhaven, Brunsbüttel, Maasholm, Schleswig und Laboe, teilte DGzRS-Sprecher Christian Stipeldey auf Nachfrage mit. Das Trainingsschiff der Seenotretter dient gezielt der dezentralen Aus- und Fortbildung in allen Revieren der DGzRS zwischen Borkum und Ueckermünde. Es handelt sich um einen konventionellen Verdränger mit Stahlrumpf „und stellt bewusst einen Gegensatz dar zur den leistungsstarken, schnellen Rettungseinheiten der DGzRS“, so Stipeldey. Und zwar auch schon farblich: Statt orange – im Fachjargon tagesleuchtrot – ist das Schiff signalrot gestrichen.

Trainiert werden können auf der „Carlo Schneider“ Standards wie Sicherheit und Seemannschaft, Längsseitsgehen, Schleppen, Manövrieren, die technische Navigation wie Radarausbildung, Kollisions- und Begegnungsfahrten, aber auch die Abbergung Verletzter aus Schiffsinnenräumen.