Dangast - „Hein Blöd“ ist ein kleines Segelschiff. Ankerplatz: ganz am Ende des Strandcampingplatzes in Dangast. Am Wochenende machten sich die beiden Segler, einer über neunzig Jahre alt, mit der Flut auf zu einer kleinen Butscherfahrt. Der Wind blies sachte aus West.

Plötzlich schlief der Wind ein, und die Skipper von „Hein Blöd“ waren spät dran. Das Wasser lief ihnen davon, und das, wo sie doch keinen Motor haben. So mussten die beiden älteren Herren zum Paddel greifen. Gegen das Wasser. Gegen die Zeit.

Zum Glück war an diesem Sommerwochenende auch die „Alegria“ auf Besuch am Strandcampingplatz, der Jollenkreuzer von Skipper und Musiker Manuel Bunger. „Der ist aber spät dran“, so Manuel Bunger, und er sollte Recht behalten.

Jürgen Gertz machte sich auf den Weg durch den Schlick und stapfte hunderte Meter der „Hein Blöd“ entgegen. An der Festmacherleine zog er das kleine Segelboot in Richtung Ufer. Aber einige hundert Meter vor dem Strand war Schluss. Da war kein Wasser mehr da, um das Schiff weiter zu ziehen.

Schnell waren alle anderen da. Wie vor allem den Senior an Bord, den über Neunzigjährigen, zurück an den Strand kriegen? Selbst durch die 500 Meter Schlick laufen, die das Schiff immer noch vom Strand trennten, war ausgeschlossen. Viel zu anstrengend.


Kurzerhand machten die Kinder Fenna und Mette das Schlauchboot der Alegria frei, und Manuel Bunger, Heinz Vogelsang und Peter Marschall zogen den betagten Segler im Schlauchboot glücklich und erleichtert zurück an Land.