Grün, grün, grün sind alle meine Kleider, grün, grün, grün ist alles was ich hab’. Für keinen Vareler treffen diese Verse so sehr zu, wie für Henning Freiherr von Schele. Denn der 38-Jährige ist nicht nur Gärtnermeister, er besitzt mit dem Privatwald in Grünenkamp auch den einzigen Privatforst Varels. Dass er seit seinem zehnten Lebensjahr Horn spielt und als Jäger Mitglied der Prüfungskommission für die Jägerprüfung ist, passt in dieses Bild.

Geprägt wurde Henning Freiherr von Schele aber auch durch eine zweite Farbe: Blau. „Ich entstamme einer alten Adelsfamilie. Deren Stammsitz war die Schelenburg bei Osnabrück“, erzählt er.

Gemeinsam mit seiner Frau Maritt und den zwei Söhnen sind die von Scheles die letzten Nachkommen ihres Adelsgeschlechts. Dessen vielleicht berühmtester Vertreter, Ludwig Freiherr von Schele, war zwischen 1857 und 1880 sowohl Oberforstmeister als auch Hofjägermeister. Eine Tradition, der sein Ur-Ur-Enkel treu geblieben ist.

Dennoch: „Das Verhältnis zu Wald und Natur ist in der heutigen Gesellschaft leider etwas verlorengegangen“, sagt der 38-Jährige. „Wir ernten immer nur jenes Holz, das wir zuvor über Generationen hinweg gepflegt haben.“ Das sei vielen gar nicht bewusst. Vor diesem Hintergrund bietet der Forstbesitzer regelmäßig Führungen durch seinen Wald an, an denen vor allem Schulklassen und Kindergartengruppen teilnehmen. Daneben engagiert er sich in der Vareler Agendagruppe für die Erweiterung hiesiger Waldbestände. „So etwas ist aber schwieriger und langfristiger als manche denken“.krk

Henning v. Schele


Waldbesitzer