Sillenstede - Selbst stürmische Winde und kräftige Regenschauer haben 150 Unterstützer des TuS Sillenstede nicht davon abhalten können, sich für das Kunstrasenprojekt des Vereins voll ins Zeug zu legen. So kamen nach der gemeinsamen Kilometerjagd, die jeder Teilnehmer gemäß der aktuellen Corona-Verordnung gemeistert hatte, beim „1. Sillensteder Rasenrennen“ stolze 2464,56 Kilometer zusammen. Diese wurden in Spenden für das Kunstrasenprojekt des TuS umgemünzt.
Die Überraschung
„Wir sind mehr als positiv überrascht, wie großartig die Aktion angenommen wurde“, bilanzierten die Initiatoren Jan Horstmann und Andre Frerichs zufrieden. Spürbar beeindruckt zeigte sich auch der Erste Vorsitzende Florian Donat, der selbst von einem Infekt ausgebremst wurde: „Es war wieder ein Beispiel für unser großes Gemeinschaftsgefühl und in der momentanen Situation genau der richtige Zeitpunkt.“ Und dass es eine Fortsetzung geben werde, stehe auch wegen der vielen positiven Rückmeldungen der Teilnehmer außer Frage.
Der Hingucker
Zu Fuß, mit dem Fahrrad oder sogar mit dem Kettcar waren die Aktiven nicht nur in Schortens trotz widriger Witterung hochmotiviert an den Start gegangen, sondern auch in Jever, Abens, Holtgast, Blersum, Wittmund, Esens, Wilhelmshaven, Oldenburg, Winsen, Darmstadt oder Bückeburg. Für einen echten Hingucker sorgte dabei Eva Bohnen. Denn die Jeveranerin nahm mit ihrem Pony „Calderon“ an der Aktion teil. Beide kamen jeweils auf zwölf Kilometer.
Der Umsattler
Andernorts stieg der 80-jährige Ferdinand Zillich zwar wegen des Sturms nicht auf seinen Drahtesel, sattelte kurzerhand aber in seine heimischen vier Wände um. So knackte der Wilhelmshavener am Wochenende die 100-Kilometer-Marke auf dem Ergometer. Ehefrau Ingrid stockte diese Glanzleistung noch einmal um 25 Kilometer auf. Die Spende wurde später sogar persönlich an den TuS übergeben. „Wieder ein leeres Portemonnaie, aber für meine Enkel und ihre Freunde mache ich das gerne“, erklärte Ferdinand Zillich augenzwinkernd.
Die Talente
Derweil ließen die von Donat betreuten C- und G-Junioren sowie Bambinis ihren Trainer kräftig „bluten“, denn jeder Kilometer wurde zusätzlich vom Coach und Co-Trainer mit einer Spende für das Kunstrasenprojekt des TuS Sillenstede bedacht. So kämpften sich etwa Romke und Till Harms „einmal um die Weltkugel“, wie Kai Schaffranek in der C-Jugend-Gruppe kommentierte. Am Ende kam das TuS-Duo auf 187 gefahrene Kilometer. Tills Vater Jens knackte ebenfalls die 100er Marke.
„Wir finden es klasse, dass auch unsere Jüngsten so aktiv waren, da zählen für uns die Kilometer doppelt in der von uns ausgesprochenen Spendenpauschale“, waren sich die Nachwuchstrainer Donat, Schaffranek und Meyer einig.
Die Rückkehrerin
Unterdessen steuerte Britta Helmeke bei ihrem Besuch in der alten Heimat gemeinsam mit ihrer Radpartnerin Sabrina Rausch 123,59 Kilometer zum Gelingen der TuS-Aktion bei. „Gerade die Kinder brauchen die Möglichkeit ganzjährig Sport an der frischen Luft zu treiben, da spende ich gern für jeden möglichen Kilometer zugunsten des geplanten Kunstrasens“, brachte es Helmeke auf den Punkt.
