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SKHS Preis für herausragende Segelleistungen vergeben

Jens-Werner Hinrichs (links) und Andre Engelhardt wurde für ihre seglerischen und seemännischen Leistungen der Fahrtenwanderpreis für 2020 und 2021 der Segelkameradschaft Horumersiel verliehen; rechts Vorsitzender Jan Gerdes.

Jens-Werner Hinrichs (links) und Andre Engelhardt wurde für ihre seglerischen und seemännischen Leistungen der Fahrtenwanderpreis für 2020 und 2021 der Segelkameradschaft Horumersiel verliehen; rechts Vorsitzender Jan Gerdes.

Theo Kruse

Horumersiel - Die Segelkameradschaft Horumersiel (SKHS) hat jetzt den Fahrtenwanderpreis an zwei Mitglieder verliehen, die außergewöhnliche Törns unternommen hatten. Weil es im vergangenen Jahr nicht möglich war, den historischen Kompass zu übergeben, gab es erstmals eine „doppelte“ Preisverleihung. Vorsitzender Jan Gerdes würdigte beim traditionellen Bootseignerklönsnack die seemännischen Leistungen von Andre Engelhardt und Dr. Jens-Werner Hinrichs.

Über den großen Teich

Andre Engelhardt aus Hooksiel war im 2020 mit dem 10-m-Fahrtenkatamaran „Running Deer“ in die Karibik gesegelt. Auf dem Törn begleitete ihn Niclas Kreisch sowie zeitweise Jannik Harms (SKHS); andere Freunde kamen etappenweise an Bord. Die Route führte an der westeuropäischen Küste entlang, durch die Biscaya nach Madeira und auf die Kanarischen Inseln. Dort begann der lange Schlag über den Atlantik.

Nach 21 Tagen fiel an Weihnachten 2020 vor Martinique der Anker. In den folgenden Monaten erkundeten die Segelfreunde die Inseln unter dem Wind und die Dominikanische Republik. Auf den Bahamas wurde der Kat verkauft. Rund 13000 Seemeilen lagen im Kielwasser des Bootes. Es folgten Wochen auf dem amerikanischen Festland, bevor das Sabbatjahr für den Berufsseemann zu Ende ging. „Wir haben viele nette Menschen kennen gelernt. Man sollte öfter mal alle Leinen loswerfen“, meinte Engelhardt nach seinem eindrucksvollen Videovortrag.

17. beim Fastnet-Race

Mit seiner „Truwen“ – einer klassischen Swan-Jacht – war Jens-Werner Hinrichs aus Jever im vergangenen August beim legendären Fastnet-Race in Großbritannien gestartet. Der Regattakurs führte von Cowes auf der Isle of Wight durch den Ärmelkanal und die Irische See zum Leuchtturm Fastnet-Rock vor der irischen Südwestspitze. Das Ziel lag vor dem französischen Hafen Cherbourg. Als Crew an Bord die Horumersieler Segler Alexander Bayer, Jannick Harms, Bernhard Ihnken und Tanno Kruse sowie Lutz Achenbach (Wismar) und Jan Bruns (SV Harlebucht).

An der größten Offshore-Regatta der Welt nahmen nach Angaben des veranstaltenden Royal Ocean Racing Clubs (RORC) 350 Jachten aller Größen teil. Aufgrund ruppiger Bedingungen zum Auftakt hatten 50 Boote schon in den ersten 12 Stunden die Segel gestrichen. Die Crew segelten 800 Meilen und war 5 Tage, 23 Stunden, 21 Minuten und 52 Sekunden unterwegs. Die „Truwen“ belegte bei ihrer ersten Fastnet-Teilnahme den 17. Platz ihrer Klasse. „Das war schon durch die aufwendige Vorbereitung ein gewaltiges Unternehmen“, sagte der Skipper, denn die Swan 38 war zuvor durch Jens-Werner Hinrichs und seinen Bruder Gerriet nach Cherbourg gesegelt worden (580 Meilen). Von dort musste sie natürlich wieder zurück an Frieslands Küste geholt werden.

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