Horumersiel - Die Segelkameradschaft Horumersiel (SKHS) ist auf der Suche nach einem neuen Trainingsrevier für die Jugend. Nachdem die Sielacht Wangerland den Seglernachwuchs vom Speicherpolder vertrieben hatte, liegt die Jugendarbeit brach. Das wurde auf der Generalversammlung thematisiert. Die Seglerinnen und Segler wählten im Restaurant „Leuchtfeuer“ zugleich ihren 1. Vorsitzenden für eine weitere Amtszeit wieder.
Sportliche Erfolge
Knapp 50 Mitglieder waren zur Jahreshauptversammlung erschienen – nachdem man im letzten Winter überhaupt nicht getagt hatte, waren der Gesprächsbedarf und der Wunsch nach aktivem Vereinsleben besonders groß. Vorsitzender Jan Gerdes verwies in seinem Rechenschaftsbericht auf sportliche Erfolge und packende Wettfahrten im Jaderevier und darüber hinaus. Herausragend seien die Teilnahme der „Truwen“ unter Skipper Jens-Werner Hinrichs am legendären Fastnet-Race und der tolle Sieg der „Black Maggy“ von Wolfram Heibeck beim 900-Meilen-Rennen durch die Ostsee gewesen, ergänzte Regattawart Alexander Bayer.
Herbert Dirksen (links) erhielt für 50Jährige Vereinstreue die goldene Ehrennadel vom Vorsitzenden Jan Gerdes.
Die Kameradschaft war auch im Hafen aktiv: So wurden der Stegbelag komplett erneuert und neue Stromsäulen aufgebaut, berichtete Arbeitsdienstleiter Heinz Peters. Der Vorsitzende dankte in diesem Zusammenhang dem Kreissportbund Friesland für die finanzielle Unterstützung bei der Modernisierung.
Die Regularien ergaben keine Veränderungen in der Führungsmannschaft. Dem Vorstand gehören an: 1. Vorsitzender Jan Gerdes, 2. Vorsitzender Heiko Müller, Kassenwart Gernot Schulz, Schriftführer Udo Mathey. Außerdem sind Regattawart Alexander Bayer, Fahrtenwart Gaby Packhäuser, Arbeitsdienstleiter Heinz Peters, Jugendwart Henning Gerdes, Umweltbeauftragter Heinrich Thymm und Webmaster Karl-Heinz Klein bestätigt worden.
Für 25-jährige Mitgliedschaft wurden Rainer Graalfs und Hauke Popken ausgezeichnet. 50 Jahre gehört Herbert Dirksen der Segelkameradschaft an.
Eine Erfolgsgeschichte ist der Bau und Betrieb des neugebauten Prickenbootes. Die drei Horumersieler Wassersportvereine erledigen nun schon zwei Jahre die Kennzeichnung der Fahrrinne in eigener Regie, nachdem staatliche Dienststellen sich seit Jahrzehnten hinter bürokratischen Hürden verschanzen und es nicht schaffen, einen vielgenutzten Sportboothafen an der Küste zu unterstützen.
Umzug ans Wangermeer?
Hilfe ist auch bei der Suche nach einem geeigneten Trainingsrevier für den Segelnachwuchs nicht in Sicht. Die Sielacht Wangerland hat die Segelvereine nach mehr als 50 Jahren vom Speicherpolder verbannt. Als Grund wurde der geplante Bau des Wohnparks genannt. Der Verein erwägt einen Umzug der Jugendabteilung ans Wangermeer oder ans Hooksmeer.
Der Shantychor als musikalischer Botschafter der Segelkameradschaft könnte nach den Worten seines Sprechers Hardwig Gerdes loslegen, sobald die Corona-Fesseln abgelegt sind. Hoffnung auf bessere Zeiten drückte auch Fahrtenwartin Gaby Packhäuser aus. „Wir alle wünschen uns wieder ein lebendiges Vereinsleben ohne Einschränkungen“, sagte sie. Mit Blick darauf wurde die Horum-Regatta auf den 18. Juni terminiert.
