Friesland/Ostfriesland - Der Überfall von Hamas-Terroristen auf israelische Familien in der Nähe zum Gaza-Streifen lässt die Menschen auf der ostfriesischen Halbinsel auch nach mehr als einer Woche nicht los. Anlässlich der beispiellosen Massaker und Geiselnahmen der Terror-Miliz in israelischen Ortschaften hat die Stadt Leer zu einer Solidaritätskundgebung für Israel an diesem Montagabend um 19 Uhr auf dem Liesel-Aussen-Platz aufgerufen. Die Stadt kooperiert dabei mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Ostfriesland. Neben Redebeiträgen und Musik steht auch ein ökumenisches Friedensgebet auf dem Programm der Kundgebung.
Ziel sei es, ein starkes Zeichen gegen Gewalt und für Verständigung und Frieden zu setzen, erläutern Oberbürgermeister Claus-Peter Horst (parteilos) und Wolfgang Kellner von der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit. Auch in Wilhelmshaven und Oldenburg hat es in der vergangenen Woche ähnliche Solidaritätskundgebungen für Israel gegeben. Der Arbeitskreis Gröschlerhaus in Jever hat sich zudem als Mitglied des Netzwerks „Reise ins jüdische Ostfriesland“ dessen Solidaritätsnote mit Israel angeschlossen und den entsprechenden Text auf die eigene Homepage (www.groeschlerhaus.eu) gestellt.
Darin fordert das Netzwerk das unverzügliche Ende des Terrors. „Willkürliche Hinrichtungen und Verschleppungen unschuldiger Menschen sind durch nichts zu rechtfertigen“, heißt es weiter in dem Text. Die Ostfriesische Landschaft und die über die Regionale Kulturagentur der Ostfriesischen Landschaft organisierten Mitgliedsinstitutionen des Netzwerks „Reise ins jüdische Ostfriesland“ stünden solidarisch an der Seite Israels und seiner Menschen. Das Land habe ein Recht auf Selbstverteidigung und das Existenzrecht Israels sei „durch nichts zu relativieren“.
