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Spenden aus Zetel Hilfstransport startet Richtung Ukraine

Christopher Hanraets
Abfahrt:  Gerhard Rusch und Hans-Günther Tönjes haben sich mit dem Hilfstransport der Gemeinde Zetel am Freitagnachmittag auf den Weg in Richtung Ukraine gemacht.

Abfahrt: Gerhard Rusch und Hans-Günther Tönjes haben sich mit dem Hilfstransport der Gemeinde Zetel am Freitagnachmittag auf den Weg in Richtung Ukraine gemacht.

Christopher Hanraets

Zetel - Mit Ziel polnisch-ukrainisches Grenzgebiet ist am Freitagnachmittag der Hilfstransport der Gemeinde Zetel gestartet. Der Transport enthält Hilfsgüter für das Krankenhaus in der westukrainischen Stadt Starokonstantinow. Am Steuer des Lastwagens sitzen Spediteur Hans-Günther Tönjes und Gerhard Rusch. Bis Samstagmittag fahren die beiden durch.

Die Route führt sie über Berlin, Frankfurt an der Oder, Ljublin, Chelm und von dort über die Grenze in die Ukraine. Dort werden Mitarbeiter des Krankenhauses die Lieferung entgegen nehmen. „Das war früher schon ein Abenteuer, jetzt wird es wieder eins“, sagte Hans-Günther Tönjes am Freitag. Schon früher sind er und weitere Mitstreiter mit Hilfslieferungen in die Ukraine gefahren.

Kontakte bestehen noch

Die alten Kontakte bestehen noch – und so haben die Ärzte aus dem Krankenhaus in Starokonstantinow eine Liste zugeschickt mit Medikamenten und Arzneimitteln, die dort dringend benötigt werden. Die Liste war allerdings auf Ukrainisch. „Ich habe sie dann meinem Sohn geschickt. Er hat russisch studiert und konnte sie übersetzen“, erklärt Apotheker Rolf Bruns. Dann wurde eingekauft. Insgesamt hat der Lastwagen rund fünf Tonnen Fracht geladen – allein medizinisches Material im Wert von rund 40.000 Euro. Dazu Wolldecken aus der Zeteler Wollweberei und auch Feldbetten. Ein Karton mit Kinderschuhen vom Schuhhaus Röbke erreichte den Transport kurz vor der Abfahrt.

Sammeln für zweiten Transport

Spenden, um einen weiteren Transport ausstatten zu können, sammelt der Lions-Club Zetel-Friesische Wehde weiterhin. Dafür sind in mehreren Geschäften in der Gemeinde Spendenboxen aufgestellt. Es kann aber auch direkt auf das Spendenkonto der Lions bei der Raiffeisen-Volksbank überwiesen werden. Die IBAN lautet: DE91 2826 2673 0355 1733 00; Stichwort: „Ukrainehilfe“. Ab einem Betrag von 50 Euro stellt der Schatzmeister auf Wunsch eine Spendenquittung aus.

Die Spendenboxen stehen bei Meynen, bei der Tankstelle Schweer, bei der Apotheke Neuenburg, der Apotheke am Rathaus und im Ärztehaus an der Hauptstraße in Zetel. Weitere Orte sollen noch hinzukommen.

Auch die Gemeinde Zetel hat ein Spendenkonto eingerichtet, über das Geld für einen weiteren Hilfstransport gesammelt werden soll. Die IBAN lautet: DE97 2826 2673 0350 3003 00, Verwendungszweck: „Ukraine-Hilfe“. Ab einer Spende von 100 Euro stellt die Gemeinde eine Spendenbescheinigung aus.

Unbürokratische Hilfe

Der Hilfstransport wurde so ganz unbürokratisch auf die Beine gestellt. Eine gute Woche, sagt Zetels Bürgermeister Heiner Lauxtermann, habe es gedauert, alles zu organisieren. Über persönliche Beziehungen konnte sogar Kontakt zu einem Zöllner an der polnisch-ukrainischen Grenze aufgenommen werden, der die Lieferung bereits erwartet. „Und es wird nicht die letzte Fahrt gewesen sein“, ist sich Lauxtermann sicher. Deshalb stehe das Spendenkonto der Gemeinde weiterhin offen, auch die Lions sammeln weiter Spenden.

Die Hilfsbereitschaft in der Gemeinde sei jedenfalls ungebrochen. In seiner Apotheke seien bereits einige Paar Krücken für den nächsten Transport abgegeben worden, sagte Rolf Bruns. Auch seien bereits einige Orte für weitere Spendenboxen der Lions dazu gekommen.

Unterdessen kommen immer mehr Geflüchtete aus der Ukraine in der Gemeinde Zetel an. 25 bis 30 Flüchtlinge seien es inzwischen, schätzt Heiner Lauxtermann. Allein am Donnerstag seien neun Ukrainer angekommen. Er geht davon aus, dass es ähnlich viele Menschen werden, wie 2015/2016.

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