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NWZonline.de Region Friesland

Spenden und kalte Finger

23.02.2016

Sie klingelten in ihrer Freizeit an vielen Haustüren und baten um Spenden für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Dabei sammelten die Schüler des Lothar-Meyer-Gymnasiums 831,77 Euro. Den symbolischen Scheck überreichten sie am Montagvormittag an den Vorsitzenden, Varels Bürgermeister Gerd-Christian Wagner. Er bedankte sich nicht nur für die Summe, sondern auch für das Engagement der jungen Leute aus den Klassen acht bis elf: „Ihr könnt stolz sein. Macht bitte weiter so, denn ohne Ehrenamt läuft in Deutschland überhaupt nichts.“

Teilgenommen an der Aktion hatten Katharina Sollermann, Anna-Lena Hey, Jele Drüke, Pia Kracke, Devin Meyer, Mattes Goetz, Thorben Schomaker, Mohamad Al Sayes, Ciana Henrichs, Jan-Niclas Hollwege, Tabea Haesius, Tomke Marks, Eske Muscheites, Lara Figge, Annika Abeln, Hanna Bunge, Marie Engelmann, Diana Liberga, Deniz Berkenbusch, Marvin Menke und Felix Janßen, der beim Gedenken am Volkstrauertag den Brief eines Soldaten aus dem Zweiten Weltkrieg vorgelesen hatte.

Lob gab es auch von Lehrer Hauke Danker sowie Schulleiterin Astrid Geisler. „Der Krieg ist angesichts der Flüchtlinge, die derzeit nach Deutschland kommen, aktueller denn je“, betonte sie, dass der Krieg kein rein geschichtliches Thema ist. Ansonsten haben sich die Schüler vor allem im Geschichtsunterricht mit der Thematik beschäftigt. Für die Jugendlichen war die Sammelaktion nicht nur aufwendig, sondern auch lehrreich. „Es hat uns kaum einer abgewiesen“, sagte Mohammed Al-Sayes.

Über einen Scheck freute sich auch die Fachschaft Musik des Lothar-Meyer-Gymnasiums. Lehrer Niels Hoffmann hatte am Sonntag bei der Eiswette am Mühlenteich zwar verloren, dennoch eine Spende in Höhe von 500 Euro erhalten (die NWZ  berichtete). Es war zu Fuß zur kleinen Insel im See gelaufen – eben weil dieser nicht wie von ihm Ende November 2015 vorhergesagt zugefroren war.

Wäre dieses der Fall gewesen, hätten Ralf Tjarks und Matthias Brauer, die Vorsitzenden der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Varel (WfV), die die Aktion in Zusammenarbeit mit der Nordwest-Zeitung und dem Upstalsboom Landhotel Friesland veranstaltete, als Schlittschuh-Paar ein Tänzchen auf dem Eis hinlegen müssen. Damit gewannen sie auch die sechste Auflage der Wette. Für sie war es aber das letzte Mal. „Wir legen in diesem Jahr den Vorsitz nieder. Dann ist vielleicht unser Nachfolger dran“, sagte Matthias Brauer. Moderator Wolfgang Busch wollte daran jedoch nicht so recht glauben. „Vielleicht macht ihr ja auch noch ein Jahr weiter“, sagte er mit einem Schmunzeln.

Auch wenn es nicht für eine Eisdecke langte, war es dennoch winterlich kalt. Das bekamen die Musiker bei ihrem Freiluftkonzert zu spüren. So musste Lehrer Morten Kollstede am Klavier mit Pusten seine Finger anwärmen.

Während bei der Eiswette die großen Besucher dem Winterkonzert der LMG-Musiker lauschten, erlebten die Kleinen im DLRG-Zelt eine Menge. Die Kindergartenteamer hatten viele Spiele vorbereitet, um die Jüngsten abwechslungsreich zu beschäftigen. Höhepunkt war das Puppentheater, in dem die Baderegeln spielerisch vermittelt wurden. Während die DLRG-Ortsgruppe Bockhorn-Zetel schön länger in Sachen Kindergarten und Schulen unterwegs ist, befindet sich diese Aktion in Varel noch im Aufbau. Kerstin Pollmann (Bockhorn-Zetel) und ihr Team mit Karin und Pia Weidhüner, Sofia Künz, Sasika Wefer und Laurenz Liphardt waren daher am Sonntag auch am Mühlenteich, um gemeinsam mit Silvia Bolte, die mit ihrer Kollegin Chantal Wallrich das Projekt in Varel umsetzen wird, den Tag zu gestalten. Da die Sicherheit am und im Wasser extrem wichtig ist und daher den Kindern schon früh vermittelt werden sollte, hoffen die Teamer auf regen Zuspruch aus den Reihen der Kindergärten und Schulen.