Sillenstede - Die Verantwortlichen des TuS Sillenstede lassen auch in Corona-Zeiten nichts unversucht, um ihr ambitioniertes Kunstrasen-Projekt voranzutreiben. Vor diesem Hintergrund heben die Blau-Gelben vom 12. bis 14. März das „1. Sillensteder Rasenrennen“ als Spendenlauf aus der Taufe.
Das i-Tüpfelchen
„Veranstaltungen, gemeinsame Unternehmungen sowie das einfache Miteinander, das Gefühl des Zusammenhalts, sind nur einige Dinge, die uns in der Pandemie sehr fehlen“, bedauert der Vorsitzende Florian Donat. So sei bei den Fußballern und Ideengebern Jan Horstmann (zugleich Webmaster) und André Frerichs der Gedanke gereift, „ein Corona-Richtlinien gerechtes Angebot zu schaffen, um die TuS-Mitglieder und andere Interessierte zum Sport zu animieren“. Der gute Zweck dahinter stelle das i-Tüpfelchen dar.
Ursprünglich sei geplant gewesen, die Einnahmen für die vom Lockdown betroffenen Schortenser Unternehmen zu spenden. Dies hätte jedoch den gesetzlichen Regelungen, insbesondere der laut Satzung vorgeschriebenen Gemeinnützigkeit widersprochen, erläutert Donat. Somit musste noch einmal umgedacht werden: „Und nun werden die Einnahmen unserem Kunstrasenprojekt zugutekommen, das durch das Covid-19-Virus doch stark ausgebremst wurde.“
Seit zwei Jahren schon sammelt der TuS Sillenstede vor allem mit Hilfe von Rasenpatenschaften Spenden für den Eigenanteil, um auf der Sportanlage 2023 den dringend benötigten und herbeigesehnten Kunstrasenplatz realisieren zu können. Zehn Prozent der Gesamtkosten von knapp 600 000 Euro sind nötig, damit der Zuschlag des Landessportbundes in Höhe von 100 000 Euro gesichert wäre. Bislang hat der Verein mit vielen Aktionen rund 45 000 Euro gesammelt.
Bei der Premiere des Rasenrennens sollen von Freitag, 12. März, bis Sonntag, 14. März, unter der Regie der Sillensteder Sport und Bewegung im Mittelpunkt stehen. „Es geht so gesehen ums Kilometer fressen – mit Familien- oder Mannschafts-Challenge inklusive“, bringt es Donat augenzwinkernd auf den Punkt.
Und Horstmann ergänzt: „Ob zu Fuß, mit dem Fahrrad oder auch Kettcar, das ist jedem selbst überlassen.“ Der Sinn sei es, sich körperlich zu betätigen und die zurückgelegten Kilometer zu dokumentieren. Dabei muss sich jeder Teilnehmer vorab einen Sponsor suchen, der die zurückgelegten Kilometer honoriert – und damit zugleich für das Kunstrasenprojekt spendet. „Das kann man selbst sein, aber auch Mama, Papa, Oma, Opa oder sogar der eigene Chef“, erklärt Friedrichs und verrät: „Jan und ich sind gegenseitige Sponsoren, unsere Verwandten wollen uns ebenfalls schwitzen sehen – da spenden sie gerne.“
Gemäß Corona-Regeln
Jeder Läufer absolviert die Kilometer gemäß der aktuellen Corona-Verordnung, sprich für sich allein, zu zweit mit entsprechendem Abstand oder im Haushaltsverbund. Die Laufleistung in Kilometern wird anschließend virtuell inklusive Datum an die Initiatoren übermittelt – etwa per Screenshots einer Tracking-App (z.B. Runtastic).
Belohnt wird die Teilnahme mit einer Gedenkmedaille samt Urkunde. „Zudem werden alle Teilnehmer auf einer großen Fläche im virtuellen Web-Stadion, sowie später auf der Dankestafel am Sportplatz verewigt“, betont Donat. Die Übergabe werde kontaktlos per Zustellung vorgenommen: „Die anfallenden Kosten übernehmen die Volksbank und das Unternehmen Brandt & Puttkammer.“
