Einen umfassenden Eindruck vom Verein Lebensweisen und seinen vielfältigen Aktionen und Angeboten haben sich der „Ladies’ Circle 44 Jever“ sowie der Tangent Club bei einem Besuch in Barkel im Integrationscafé Café Suutje zwischen Grüner Werkstatt und Wohnstätte gemacht. Margret Finkenstädt von den Lebensweisen berichtet von 14 Maßnahmen – allesamt anerkannt und von Aktion Mensch gefördert – sowie den vielen kleinen Dingen, die das Tun des Vereins ausmachen, Heike Striepens erklärte zuvor den normalen Café-Betrieb, wie er am Wochenende stattfindet. Marion Kruse ist die Verbindung zum Wohnheim: Sie organisiert das wesentliche Element des Vereins, die Freizeitgestaltung behinderter Menschen des Vereins mit der Bedürfnissen der Bewohner. Auf die Langsamstraße, ihre Entstehung und Namensgebung ging Peter Finkenstädt ein. Seit zwei Jahren marschiert hierauf auch die Nordic-Walking- Gruppe. Von Ulla Lohe geführt wird hier jeden Dienstag Abend trainiert um zum Weihnachtsmannlauf im Dezember fit zu sein.
Fit waren auch die gut 300 Schüler der Oberschule Sande: Sie haben im August unter der Organisation der Schulsozialarbeiter Janine Schütte und Louisa Siefener wieder einen Spendenlauf rund um den Sander See veranstaltet und so allerhand Gelder von ihren Unterstützern erlaufen. 3444 Euro kamen dabei laufend zusammen, 336 Euro davon erlief Jan Faßbinder, weitere 1000 Euro die Klasse 7.2, die für ihre Leistungen Gutscheine und kleine Preise von Schulleiter Hans-Joachim Vogt erhielten. Die Spendensumme teilen sich der Verein „Chancen für Kinder im Alltag“, kurz ChaKa, der Förderverein der Oberschule Sande – je 1722 Euro nahmen deren Vorsitzende Christa Marxfeld-Paluszak und Nicole Oldenburger entgegen.
Über eine Spende von mehr als tausend Euro kann sich zudem der Verein der Lebensweisen wieder einmal freuen. Zum 20-jährigen Bestehen ihres Geschäfts an der Menkestraße hatte Kirsten Schwarz kürzlich Nachbarn und Freunde eingeladen. Und statt der üblichen Geschenke hatte sie sich Spenden für die Lebensweisen gewünscht. Und mit der stattlichen Summe, die sie jetzt an Margret Finkenstädt und Ingrid Krug (rundes Bild) überreichen konnte, kann die Arbeit des Vereins weiter vorangetrieben werden.
In Bewegung war auch der Heimatverein Schortens, die mit der ADFC-Ortsgruppe eine Fahrradtour unternommen hat, um Wissenswertes zu den Pastorenhäusern in Schortens und Sillenstede zu erfahren. Peter Homfeldt vom Heimatverein hatte sich über den Vorgängerbau des jetzigen Pastorenhauses informiert. Bedingt durch den Glauben, sich durch eine ordentliche Spende vom Fegefeuer loskaufen zu können, war es im 15. Jahrhundert möglich, ein großes Pastorenhaus mit Scheune zu bauen. Die Pastoren mussten durch Landwirtschaft ihre Grundversorgung sicherstellen. Das Pastorenhaus muss in zwei Bauabschnitten erstellt worden sein. Leider wurden keine Unterlagen gefunden, die Aufschluss auf einen Gewölbekeller geben könnten, den ein altes Foto vermuten lässt. Dieses Haus wurde 1908 abgerissen und 1910 durch das jetzige Pastorenhaus ersetzt.
Horst Janßen vom ADFC hatte eine schöne Strecke auf für viele unbekannte Wege nach Sillenstede vorbereitet, wo Doris Wolken vom Chronikkreis über die Pastoren und Pastorenhäuser informierte. Nachweislich über 60 Pastoren waren seit dem 12. Jahrhundert tätig und haben ihre Spuren hinterlassen. Einst war mancher Pastor mit Helfern der größte Bauer im Dorf. 1808 bis 1822 war Pastor Cordes der letzte Landwirt. 2018 soll es erneut eine heimatkundliche Fahrradtour geben.
