Schortens - Am Mittwochmorgen sind sie gefällt worden – die beiden Bäume in der oberen Menkestraße in Schortens. Die Linde vor der Apotheke und die Eiche schräg gegenüber auf der anderen Straßenseite, beide 20 bis 30 Jahre alt, mussten der geplanten Wendeanlage für Autos weichen.
Nicht zuletzt wegen der Bäume hatte es in den sozialen Medien harsche Kritik an der Abbindung der oberen Menkestraße gegeben, die in eine verkehrsberuhigte Sackgasse mit Wendeanlage für Autos umgebaut wird. Die Zufahrt ist künftig nur noch von der Oldenburger Straße aus möglich. Zur Alten Ladestraße hin versperren künftig fünf versenkbare Poller die Durchfahrt.
Der Bautrupp der ausführenden Firma Strabag Nordwest hat die Baustelle rundherum bis zu den Bürgersteigen abgesperrt und ist dabei, das alte Pflaster aufzunehmen. Schilder im Umfeld weisen darauf hin, dass dieser Abschnitt für den Verkehr gesperrt ist. Manche wollen trotzdem einbiegen – und schauen irritiert wegen der Absperrung. Insgesamt aber, so der flüchtige Eindruck, haben sich alle schon an die neue Situation gewöhnt. Was nicht heißt, dass die Kritik verstummt ist.
Ladezone an Oldenburger Straße
Für Lieferfahrzeuge hat die Stadt an der Oldenburger Straße eine Ladezone ausgewiesen. Im Fall des Falles sollen die Straßenbauarbeiter mit dem Radlader helfen, Material zu den Geschäften zu bringen.
Der Verkehr läuft nun komplett über die Alte Ladestraße. Um lange Rückstaus bei geschlossenen Bahnschranken zu vermeiden, soll die Ampelschaltung der Bahnhofskreuzung bedarfsgerecht angepasst werden. Das wird noch während der Bauphase von rund sechs Wochen geschehen, sagt Frank Schweppe vom Bauamt der Stadt. Derzeit laufe die Verkehrserhebung, um die aktuellen Verkehrsströme zu erfassen.
Ampel wird bedarfsgerecht umprogrammiert
Zwar ist das Planungsbüro IST (Schortens) in seinem Gutachten zu dem Ergebnis gekommen, dass die Kreuzung am Bahnhof den Mehrverkehr aufnehmen kann. Diese Simulation muss nun, nachdem die obere Menkestraße tatsächlich gesperrt ist, durch Zählungen überprüft werden. Auf Basis dieser Daten erfolgt dann die bedarfsgerechte Umprogrammierung der Ampel. Und wenn der Neubau der Bäckerei Müller & Egerer an der Ecke Alte Ladestraße/Oldenburger Straße fertiggestellt ist, werden die Verkehrsströme erneut erfasst, um Veränderungen gegebenenfalls bei der Ampel-Schaltung zu berücksichtigen.
