Schortens - Die obere Menkestraße zwischen Alte Ladestraße und Oldenburger Straße in Schortens soll für den Durchgangsverkehr gesperrt werden. Es entsteht eine verkehrsberuhigte Sackgasse mit Wendehammer, die nur von der Oldenburger Straße aus mit motorisierten Fahrzeugen aus angefahren werden kann. Nur: Wie muss man sich das vorstellen?
Ratsherr Janto Just (Freie Bürger) hat jetzt die Planskizze des Schortenser Ingenieurbüros IST verschickt. So erhalten Interessierte einen Eindruck von den geplanten Umbaumaßnahmen, die bereits vom Verwaltungsausschuss beschlossen und bis zum 15. August umgesetzt werden sollen. Dieses Datum ergibt sich aus der Befristung der Fördermittel in Höhe von 230.000 Euro aus dem Programm „Perspektive Innenstadt“.
Stau vermeiden
Anders, als auf der Skizze dargestellt, so Janto Just, sollen die versenkbaren Poller direkt an der Alte Ladestraße platziert werden, um mehr Aufenthaltsplatz zu bekommen. Müllabfuhr und größere Lastwagen sollen dort nur auf die Ladestraße aus-, aber nicht in die obere Menkestraße einfahren können, damit kein Stau auf der Ladestraße entsteht.
Wie Just weiter ausführt, soll eine parallel zur weiteren Planung erfolgende Verkehrsuntersuchung ermitteln, ob Lade- und Bahnhofstraße sowie die Ampelkreuzung am Bahnhof den zusätzlichen Durchgangsverkehr aufnehmen und wie die Ampelschaltungen an Bahnhof und Mühleneck eventuell angepasst und optimiert werden können. Und: IST will versuchen, die zwei im angedachten Wendehammer stehenden Bäume zu erhalten. IST hat nach Justs Angaben außerdem deutlich gemacht, dass lediglich zwei Parkplätze in der oberen Menkestraße wegfallen. Der Behindertenparkplatz bliebe erhalten.
Anfahrt Ärztehaus
Ärztehaus und Apotheke können wie bisher zum Ein- und Aussteigen angefahren werden – auf der Menkestraße und, was laut Just weniger bekannt ist, auch vom Parkplatz hinter dem Ärztehaus. Auch dort, auf der Rückseite des Gebäudes, befinde sich ein Eingang. Der Parkplatz für etwa 25 Autos stehe auch Patienten und Kunden von Ärztehaus und Apotheke zur Verfügung.
Just schreibt weiter: „Soweit sich einige Geschäftsleute über den Wegfall von ganzen zwei Parkplätzen aufregen, ist anzumerken, dass Praxisinhaber oder Gewerbetreibende aus Ärztehaus/Apotheke den Wegfall von zwei Parkplätzen vor dem Haus leicht dadurch kompensieren können, dass sie selbst oder ihr Personal darauf verzichten, Parkplätze hinter dem Haus über viele Stunden oder den ganzen Tag unnötig zu belegen. Sie werden in der Regel selbst ja nicht gehbehindert oder gehandicapt sein. Auf dem Parkplatz hinter dem Ärztehaus stehen sogar nachts mehr als ein halbes Dutzend PKW vermutlich mehr oder weniger unnötig herum. Diese unnötig belegten Stellplätze könnten ja Klienten und Kunden zur Verfügung gestellt werden, wenn sich öffentlich über Parkplatzmangel beschwert wird.“
Durch die Abbindung dieses, etwa 100 Meter langen Teilstücks der Menkestraße „gewinnen wir zwischen dem Café Henry und dem geplanten neuen Café/Bistro EssCoBar eine zusammenhängende Aufenthaltsfläche für Außengastronomie und Veranstaltungen“, wirbt Just für das Vorhaben. Von diesem verkehrsberuhigten Bereich profitierten alle Anlieger; sie könnten aber wie bisher mit dem Auto angefahren werden. Im Übrigen, so Just, werden die Oldenburger Straße und die Heinrich-Tönjes-Straße enorm vom Durchgangsverkehr entlastet.
