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Lange Mängelliste in Schortens Spielplätze bieten Spiel, Spaß und vor allem viel Arbeit

Die Skateranlage Hohe Gast  soll modernisiert werden.

Die Skateranlage Hohe Gast soll modernisiert werden.

Annette Kellin/Archiv

Schortens - Etliche Spielplätze in der Stadt Schortens sind in überraschend schlechtem Zustand. Bei der Jahreshauptuntersuchung wurde 16 Plätzen die „Priorität 1“ zugewiesen (zeitnaher Handlungsbedarf) und weiteren 28 Plätzen die „Priorität 2“ (Handlungsbedarf). Einzelne Spielgeräte müssen wegen eines Verletzungsrisikos gesperrt werden.

Um alle Mängel bis zum Jahresende beseitigen zu können, wurde eine weitere Stelle für den städtischen Baubetriebshof ausgeschrieben. Das Bewerbungsverfahren laufe bereits, sagt Fachbereichsleiterin Anja Müller. Ohne zusätzliches Personal würde es bis Ende des ersten Quartals 2024 dauern, alle Reparaturen zu erledigen.

Viele Geräte aus Holz

Die Mängel an sich sind nach Müllers Worten nicht ungewöhnlich, denn die Spielplätze seien in die Jahre gekommen, würden viel genutzt und etliche Geräte seien aus Holz gefertigt, das nicht so haltbar sei wie Kunststoff oder Metall. Die Mängelliste umfasst denn auch vor allem verrottete/morsche Kanthölzer und verschlissene Bodenbretter.

Eine gute Nachricht: Neun Spielplätze weisen keine Mängel auf. Untersucht wurden alle Spielplätze – die öffentlichen Anlagen in Wohngebieten ebenso wie die Spielbereiche an Grundschulen und Kitas sowie auf Bolzplätzen und Jugendtreffs.

Skateranlage modernisieren

Apropos Jugendtreff: Die Skateranlage Hohe Gast soll modernisiert werden. Die dortigen Übungsgeräte entsprechen nur noch bedingt den Bedürfnissen der Nutzer. Die CDU/Grüne-Mehrheitsgruppe hatte kritisiert, dass ein früherer Beschluss zur Aufwertung der Skateranlage bislang nicht umgesetzt worden sei. Nun soll Markus Gand vom Pferdestall-Team mit Jugendlichen Vorschläge entwickeln, wie die Anlage neu gestaltet werden könnte.


Zahlen zur Grundschulentwicklung

Thema im Ausschuss war auch die Schulentwicklungsplanung. Die Grundschulen Glarum, Heidmühle, Jungfernbusch, Oestringfelde und Schortens (Plaggestraße) bleiben perspektivisch zweizügig. Roffhausen und Sillenstede sind demnach in den nächsten Jahren in einigen Jahrgängen einzügig. Allerdings: Wegen neuer Baugebiete in diesen beiden Ortschaften könnten sich Änderungen ergeben.

Für das Schuljahr 2023/24 geht die Stadtverwaltung von insgesamt 221 Jungen und Mädchen an den sieben Grundschulen aus. Nach derzeitigem Stand sinkt diese Zahl bis 2026/27 auf 192, um dann wieder auf 216 zu steigen.

Lösung für Randbetreuung

Für die Randbetreuung an den Grundschulen hat die Stadt eine Lösung gefunden. Weil der Landkreis am 1. August die Kinderbetreuung in Schortens übernimmt, können Kita-Kräfte diese Aufgabe nicht mehr übernehmen. Der Stadt ist es jedoch gelungen, die Randbetreuung zum neuen Schuljahr 2023/24 sicherzustellen und genügend Fachkräfte dafür zu finden. „Das war durchaus eine Herausforderung“, sagt Müller. Das würdigte auch die Politik: Sie sprach der Verwaltung ein Lob aus.

Weil die Kita-Entgeltordnung wegfällt, soll für den Frühdienst im Rahmen der Randbetreuung künftig ein Sonderöffnungstarif gelten, der einerseits relativ kostengünstig für die Eltern ist und andererseits für die Stadt keine Einnahme-Verschlechterung bedeutet.

Der Ausschuss sprach sich schließlich auch dafür aus, die „Fremdnutzung“ des Hofs der Grundschule Schortens an der Plaggestraße durch Einbau eines Tores zu unterbinden. Denn etliche Anwohner, auch welche mit Hunden, nutzen den Weg über den Schulhof als Abkürzung zwischen Klein-Ostiemer-Weg und Plaggestraße. Das möchte Schulleiter Tom Becker unterbinden.

Jörg Grabhorn
Jörg Grabhorn Lokalredaktion, Jeversches Wochenblatt
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