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Petition für Spielplatz-Erhalt in Schortens Wo Spielplätze gegeneinander ausgespielt werden

Seit mehreren Jahren ist die Sanierung des Spielplatzes an der Konrad-Adenauer-Straße Thema in Schortens (Aufnahme aus 2017). Mehrfach wurde das Projekt zugunsten anderer Spielplatzsanierungen verschoben, Nun gibt es Überlegungen den Platz als Bauplatz zu veräußern.

Seit mehreren Jahren ist die Sanierung des Spielplatzes an der Konrad-Adenauer-Straße Thema in Schortens (Aufnahme aus 2017). Mehrfach wurde das Projekt zugunsten anderer Spielplatzsanierungen verschoben, Nun gibt es Überlegungen den Platz als Bauplatz zu veräußern.

Archiv/ Oliver Braun

Schortens - „Versprochen ist versprochen und wird auch nicht gebrochen“ – das ist ein elementarer Grundsatz für Kinder, die sich auf die Zusagen fest verlassen, die ihnen die Eltern oder andere Erwachsene machen. Auch die SPD/FDP in Schortens hatte zusammen mit den andern Ratsfraktionen einst fest versprochen, dass der Spielplatz an der Konrad-Adenauer-Straße nicht nur saniert, sondern attraktiver gestaltet werden soll. Der Spielplatz ist aufgelistet im Spielplatzsanierungsprogramm der Stadt, mit dem seit 2018 nach und nach etwa 20 öffentliche Spielplätze zu so genannten Quartierspielplätzen aufgewertet werden, nachdem an anderer Stelle kleinere und unattraktive Flächen aufgegeben und als Bauplätze verkauft worden sind. Mehrere Spielplätze (u.a. am Eschenweg oder im Marienhof) sind durch die Neugestaltung zu wahren Highlights in der Spielplatzlandschaft geworden.

Erst aufgeschoben - nun aufgehoben? Nachdem die Sanierung des Platzes im Wohngebiet Hohe Gast an der Konrad-Adenauer-Straße schon zweimal verschoben wurde und nun sogar erst ganz zum Schluss 2024/25 an der Reihe sein soll, kam von der SPD/FDP-Gruppe vor kurzem die Forderung, diesen Spielplatz komplett aus dem Spielplatzprogramm zu streichen und die Fläche als Bauplatz zu veräußern. Die Anwohner sind entsetzt und enttäuscht. Aber sich wollen nicht tatenlos aufgeben: Am kommenden Samstag, 5. März, um 14.30 Uhr wollen sie auf ihrem Spielplatz auf die Situation aufmerksam machen und hoffen auf weitere Unterstützer. Mit einer bereits gestarteten Petition wollen sie ihren Spielplatz retten.

Der Spielplatz an der Konrad-Adenauer-Straße ist flächenmäßig der größte in der Hohen Gast und wird seit dem ersatzlosen Abbau zweier großer Spielgeräte immer weniger frequentiert.

Hohe Spielplatzdichte

Die SPD/FDP-Gruppe hat „gute Gründe“, über diesen Spielplatz nochmal neu nachzudenken: Mit der Anlage am Marienhof und dem gerade erst aufgewerteten Spielplatz in der Heinrich-Lübke-Straße gebe es in diesem Wohngebiet bereits im Abstand von gerade mal einem Kilometer nun zwei sehr attraktive Spielplätze. Der Platz an der Konrad-Adenauer-Straße liegt genau in der Mitte und wäre der dritte große Spielplatz in diesem Quartier. Hinzu kommt: Der Skaterplatz liegt ebenfalls in der Hohen Gast. Und auf der anderen Seite der Plaggestraße gebe es in wenigen Minuten Fußweg noch zwei weitere Spielplätze (Grundschule Schortens und Junkernberg). Im neuen Quartier Höpkenmoor-Klosterweg-Diekenkamp, in dem etwa 100 Wohneinheiten neu entstanden sind und rund 200 weitere bald hinzukommen, gebe es bisher noch überhaupt keinen Spielplatz. Die SPD/FDP-Gruppe will daher ihr Augenmerk in dieses Quartier lenken, weil dort auch Mehrfamilienhäuser entstanden und noch entstehen, deren Bewohner keine eigenen Gärten mit Spielgeräten haben – und bislang auch keinen Spielplatz.

Sorge vor Wohnklotz

Die Anwohner treibt eine weitere Sorge um: Sie fürchten, dass die Spielplatzfläche mit einem dreistöckigen „Wohnklotz“ bebaut werden könnte. Beispiele für solche großen Bauten, die zwischen kleine Einfamilienhäuser gequetscht wurden, gibt es in Schortens inzwischen zur genüge.

Oliver Braun
Oliver Braun Redaktion Jever
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