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Öffentliche Spielplätze in Schortens Richtige Reihenfolge ist kein Kinderspiel

Der Spielplatz Alsterstraße wurde im vergangenen Winter neu konzipiert und mit neuen Geräten ausgestattet. Fast fertig ist nun auch der Platz in der Heinrich-Lübke-Straße. Im Frühjahr geht’s mit dem Spielplatz „Hasenweide“ weiter.

Der Spielplatz Alsterstraße wurde im vergangenen Winter neu konzipiert und mit neuen Geräten ausgestattet. Fast fertig ist nun auch der Platz in der Heinrich-Lübke-Straße. Im Frühjahr geht’s mit dem Spielplatz „Hasenweide“ weiter.

Archiv/ Oliver Braun

Schortens - Die Aufwertung der Schortenser Spielplätze ist kein Kinderspiel - vor allem dann nicht, wenn es um die richtige oder beste Reihenfolge geht. Wann ist welcher Platz an der Reihe? Darum ging es nun im Ausschuss für Schule Jugend und Sport. Vor allem die CDU ist unzufrieden mit der Spielplatzplanung. Ein Kritikpunkt: Der Platz an der Konrad-Adenauer-Straße, der erst als letzter der verbliebenen Spielplätze in etwa drei Jahren an die Reihe kommen soll, müsste nach Ansicht von Maximilian Striegl und Melanie Sudholz viel früher wieder hergerichtet werden, weil man dort ein defektes Gerät abgebaut habe und der Platz aktuell gar nichts an Spielqualität zu bieten habe.

So geht es weiter mit der Spielplatzsanierung in schortens

Noch sieben Spielplätze will die Stadt Schortens in den nächsten drei bis dreieinhalb Jahren sanieren.

2022: die Spielplätze Hasenweide in Oestringfelde und Helmsundstraße im Inselviertel – 100 000 Euro stehen bereit.

2023: Im Inselviertel folgen dann die Spielplätze Lange­ooger Straße als Hauptspielplatz und Mellumstraße. Kosten: 108 000 Euro.

2024: Weiter geht’s mit den Spielplätzen Peter-Grave-Straße in Grafschaft und Adlerstraße in Accum. 70 000 Euro sind dort vorgesehen.

2025: Den Abschluss bildet der große Spielplatz an der Konrad-Adenauer-Straße. Die Kosten sind noch offen.

Für alle Spielplätze ist eine Elternbeteiligung vorgesehen. Zur beschleunigten Umsetzung sollen alle Plätze mit einer Grundausstattung versehen werden, damit man sich nur noch um die Highlights kümmern muss.

 

Hohe Spielplatzdichte

Doch nicht nur Verwaltungschefin Anja Müller, auch die SPD/FDP-Gruppe und die Freien Bürger sehen das anders: In der Wohnsiedlung seien der Spielplatz Marienhof als einer der ersten im Spielplatz-Programm der Stadt erneuert worden, und der nur wenige Minuten entfernte Spielplatz Heinrich-Lübke-Straße sei nun ebenfalls neu gestaltet worden und könne im Frühjahr freigegeben werden. „Die Spielplatzdichte ist dort besonders hoch“, sagte Müller. Auf wenigen hundert Metern Abstand gibt es dort bereits zwei neu gestaltete öffentliche Spielplätze, darum müsse der mittendrin gelegene Platz Konrad-Adenauer-Straße noch warten. Zumal es dort in Reichweite auch noch die Spielplätze der Grundschule und Am Junkernberg gebe. In Oestringfelde sei noch gar nichts passiert. Dort soll nun der Spielpatz Hasenweide attraktiver werden.

In drei Jahren alles fertig

Wie berichtet, hat die Stadt Schortens vor einigen Jahren nicht mehr genutzte Spielplätze abgebaut und ist zu dem Konzept der Quartiersspielplätze übergegangen: Lieber einige spannende Spielplätze mit richtigen Highlights, statt viele eher langweilige Schaukel-Wippe-Sandkasten-Plätze. Die nach einer Bürgerbeteiligung aufgelösten Spielplätze wurden als Baugrundstücke vermarktet, die Verkaufserlöse flossen anteilig in die Aufwertung der verbliebenen öffentlichen Spielplätze, insgesamt mehr als eine dreiviertel Million Euro.

Ein gutes Dutzend Spielplätze wurde bereits erneuert, einige weitere sind zudem gut ausgestattet und aktuell nicht Teil des Sanierungsprogramms, sieben Spielplätze hat die Stadt noch auf dem Zettel für eine kräftige Aufwertung. Etwa 100000 Euro stellt die Stadt dafür jährlich zur Verfügung. Im Sommer 2025, so Müller, wolle man das Sanierungsprogramm abgeschlossen haben. Nicht, ohne zuvor die Bürger in die Planungen einzubeziehen.

Oft lange Lieferzeiten

Dass es zwischendurch und auch aktuell zu Verzögerungen kam und Spielplätze später fertig wurden als geplant hat mehrere Gründe: Neben Lieferengpässen der Hersteller musste die Stadt auch noch neue Plätze unter anderem für die Krippe Jungfernbusch planen und zwischendurch Spielplätze auf Schulhöfen sanieren.


Die Idee der CDU, die Abläufe zu beschleunigen und den Bauhof zu entlasten, in dem Aufträge fremd vergeben werden, fiel ebenfalls durch. „Davon rate ich ab“, so Bauamtschef Frank Schweppe. „Das ist teuer und macht nur Probleme.“ Tatsächlich sei das Aufbauen der Spielgeräte der geringste Teil der Arbeit, koste dafür aber unverhältnismäßig viel Geld. Wenn die Bauhofmitarbeiter alles aufbauen, dann kennen sie auch die Handgriffe, wenn später bei Wartungsarbeiten mal was auseinandergenommen werden muss.“

Oliver Braun
Oliver Braun Redaktion Jever
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