Schortens - Eine Seilbahn! Ein Karussell! Eine Nestschaukel! Wünsch Dir was auf dem Spielplatz an der Hasenweide in Oestringfelde: Der große Spielplatz mit Bolzplatz steht – zusammen mit dem deutlich kleineren Spielplatz in der Helmsundstraße im benachbarten Inselviertel – nun als nächstes auf der Liste der Spielplatzaufwertungen der Stadt Schortens. Verwaltungschefin und Bürgermeistervertreterin Anja Müller war nun zusammen mit Bauamtsleiter Frank Schweppe und Sandra Gudehus vom Jugend- und Familienzentrum vor Ort, um von Eltern und Kindern aus der Nachbarschaft zu hören, was die sich so vorstellen.
Noch sieben Spielplätze will die Stadt Schortens bis 2025 sanieren und aufpeppen. Das hier ist die aktuell gültige Prioritätenliste:
Hasenweise und Helmsundstraße stehen für dieses Jahr auf dem Programm. 100 000 Euro stehen bereit.
Im Inselviertel folgen 2023 die Spielplätze Langeooger Straße als Hauptspielplatz und Mellumstraße. Kosten: 108 000 Euro.
Weiter geht es 2024 mit den Spielplätzen Peter-Grave-Straße in Grafschaft und Adlerstraße in Accum. 70 000 Euro sind dort vorgesehen.
Den Abschluss bildet 2025 der große Spielplatz an der Konrad-Adenauer-Straße in Schortens. Die Kosten sind noch offen. Insgesamt sind dann seit 2017/18 in der Stadt Schortens 24 öffentliche Spielplätze saniert und aufgewertet worden. Nach aktuellem Stand liegen die Gesamtkosten bei rund 800000 Euro.
Ideen für die Hasenweide
Mit rund 3000 Quadratmetern bietet der von Wohnbebauung umgebene und ruhig gelegene Spielplatz viel Potenzial. Im Zentrum steht ein große Kletteranlage mit Rutsche, einst noch von der Jugendwerkstatt Schortens gebaut und aufgestellt. Die ist nach gut 20 Jahren etwas verwittert, aber nach wie vor sehr gut in Schuss und erhält im Zuge der Sanierung eine „Anti-Aging“-Kur. Eine Doppelschaukel, Sandkasten, ein kleines Pfahldorf und ein Basketballplatz hinter alten Bäumen gehören ebenfalls zum Angebot. Quer über den Platz zieht sich ein von Bäumen und Sträuchern bewachsener Erdwall - auch der wird mitbespielt. Gleich dahinter schließt sich eine Bolzwiese mit zwei Toren an.
Hauptnutzer des Platzes sind nach Angaben der Eltern Kinder vom Kita- bis zum Grundschulalter. Aktuell magisch angezogen fühlen sich die Kinder allerdings von einer neuen Attraktion: auf dem nahe gelegenen Schulhof der Grundschule Oestringfelde wurde am Nachmittag die neue große Kletterpyramide freigegeben.
Frank Schweppe erläuterte, dass der Spielplatz Hasenweide weitgehend erhalten, aber mit neuen Geräten und Attraktionen ergänzt und aufgewertet werden soll: Dazu notierte er unter anderem die sehnlichst gewünschte Seilbahn. Auch ein Drehteller oder Karussell ist vorgesehen. Der wenig attraktive Basketballplatz soll aufgelöst und dort stattdessen eine so genannte Kletterbrille platziert werden. Die große Doppelschaukel soll zudem eine Nestschaukel erhalten. Ergänzt wird das alles durch neue Bänke und Tische. Einiges sei bereits auf Lager, anderes müsse bestellt werden, sagte Schweppe. Geplant sei, den Platz ab den Sommerferien zu sperren, um dann zügig mit der Umsetzung zu beginnen. Fertig sein soll das dann alles im Herbst und mit einem Spielplatzfest wiedereröffnet werden.
Plan für Helmsundstraße
Auch an der Helmsundstraße gab es am gleichen Nachmittag eine Eltern- bzw. Anwohnerbeteiligung zur Spielplatzsanierung. Obwohl deutlich kleiner, gibt es hier eine Seilbahn - die ist aber inzwischen gesperrt, wird nun abgebaut und komplett erneuert. Wegen der Platzgröße gibt es hier wenig Gestaltungsspielraum, sagte Schweppe. Um etwas mehr Luft zu bekommen, soll der Schotterweg über den Platz an den Rand verlegt werden. Kletterkombination und Schaukeln werden aufgearbeitet, eventuell gibt es auch hier eine Nestschaukel und ein kleines Karussell. Die Erneuerung soll sehr „kurzfristig“ noch vor der Hasenweide erfolgen. Auf dem Wunschliste der Kinder steht auch ein Kletter- und Hangelparcours aus Baumstümpfen und Seilen. Ob sich das an der Helmsundstraße umsetzen lässt, ist fraglich. „Aber wir haben in der Nähe noch einen großen Spielplatz - da werden wir das dann berücksichtigen“, versprach Schweppe.
