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SELBSTHILFE Damit Betroffene nicht allein bleiben

[SPITZMARKE][SPITZMARKE][SPITZMARKE][SPITZMARKE][SPITZMARKE][SPITZMARKE]JEVER - JEVER/ANZ - Seit genau einem Jahr besteht in Jever die Selbsthilfegruppe Schlaganfall. Mehr als 30 Betroffene und Interessierte treffen sich an jedem dritten Freitag im Monat von 16 bis 18 Uhr unterm Dach des DRK-Kreisverbandes Jeverland an der Sophienstraße, um Erfahrungen und Informationen auszutauschen.

Leonore Gundlach hat die Selbsthilfegruppe gemeinsam mit ihrem Mann Helmut ins Leben gerufen, nachdem sie beide selbst Schlaganfälle erlitten hatten. „Ich habe damals beschlossen, etwas zu tun, damit Betroffene nicht alleine bleiben“, sagt Leonore Gundlach.

Neben dem Erfahrungsaustausch und Ausflügen – seit Gründung der Gruppe waren die Mitglieder zwei Mal auf Tour – ist der Gruppe wichtig, Experten zum „Blitz aus heiterem Himmel“ zu hören. So referierte jetzt Ingrid Neumann, Krankengymnastin aus Jever, über die Bobath-Therapie zur Schlaganfallbehandlung, die das Arztehepaar Bobath in den 1940er Jahren in London entwickelt hat.

Die Therapie zielt darauf ab, die Muskelspannung wieder aufzubauen und Bewegung anzubahnen. „Ein Schlaganfall ist wie ein Kurzschluss im Kopf, kaputte Kabel müssen deshalb durch neue Verbindungen ersetzt werden“, erläuterte Ingrid Neumann. Wichtig sei, Bewegungen ständig zu üben, „damit die Abläufe im Gehirn neu gespeichert werden.“

Die Leiterin der Sozialarbeit im DRK-Kreisverband, Isis von Puttkamer, lobte Leonore Gundlach für Ihr Engagement: „Ich bin Ihnen sehr dankbar, dass Sie sich so intensiv für Schlaganfall-Betroffene einsetzen.“


Das nächste Treffen der Selbsthilfegruppe Schlaganfall findet am Freitag, 18. November, ab 16 Uhr beim DRK Jeverland an der Sophienstraße statt.

Schlaganfall-Risiko steigt mit Alter

Unter einem Schlaganfall

versteht man einen unvermittelt – schlagartig – einsetzenden Ausfall bestimmter Funktionen des Gehirns (s. Interview).Etwa 200 000 Menschen

erleiden jedes Jahr einen Schlaganfall. Das Risiko steigt mit zunehmendem Alter. Doch auch junge Menschen und Kinder sind betroffen.

Schlaganfall ist die dritthäufigste Todesursache in Deutschland nach Krebs- und Herzerkrankungen.

Rund 20 Prozent

der direkt von einem Schlaganfall betroffene Patienten sterben innerhalb von vier Wochen, mehr als 37 Prozent innerhalb eines Jahres.

Mehr Info auch unter

www.stiftung-schlaganfall.de

Die Gruppe trifft sich an jedem dritten Freitag im Monat im DRK-Zentrum

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