Sillenstede - „Es gibt nichts Blaues bei uns“, sagt Sillenstedes Schulleiterin Claudia Bonkowske, als im Fachausschuss für Schule, Jugend und Sport die anstehende Grundsanierung der Sporthalle Sillenstede zur Sprache kommt. Das Schulgelände mit Kindertagesstätte und der von Schule, Kita und Vereinen genutzten Turnhalle stelle so etwas wie den Ortskern dar – und der soll doch auch farblich ein stimmiges Bild ergeben. Das von der Bauverwaltung vorgestellte Farbkonzept mit blauen Elementen fiel jedenfalls durch. Stattdessen soll man wie überall auf dem Schulgelände Akzente in Rot setzen.
Vorerst ohne Anbau
Die Pläne für die schon seit Jahren nötige Sanierung der Halle sind weit fortgeschritten, Mitte des Jahres soll es endlich losgehen – und tatsächlich sind es jetzt nur noch Äußerlichkeiten, über die sich Politik, Verwaltung und die an dem Vorhaben beteiligte Arbeitsgruppe einig werden müssten. Und darüber, wie und wann man noch einen Mehrzweckraum an die Halle anbinden kann, den sich der TuS Sillenstede wünscht. 210000 Euro würde das zusätzlich kosten. Laut Bauamtsleiter Frank Schweppe sei auch ein späterer Anbau überhaupt kein Problem. Für die Extrawünsche hat die Stadt jedenfalls aktuell nicht das nötige Geld.
Die Sporthalle wird kernsaniert und auch energetisch vom Hallenboden bis zum Dach auf den neuesten Stand gebracht. Raumkonzept und Hallenausstattung wurden von Planer und Stadt Schortens mit Schule und TuS Sillenstede abgestimmt. Die Gebäudehülle bekommt ebenfalls neue Elemente: So soll die Fassade aus rötlichem Klinker erhalten blieben. Die obere Teil der Halle hingegen wird „neu eingekleidet“: und zwar mit einer Dämmschicht und davorgesetzten Faser-Zementplatten in hellem Grau. „Das Material ist robust und leicht zu reinigen und grünt nicht ein“, sagte Schweppe. Mit solchen Platten – allerdings in Rot – ist vor etwa zwei Jahren das Rathaus in Sande neu gestaltet worden. Und: statt einer geschlossenen Wand wie bisher, sollen oben Fenster eingebaut werden. Noch offen ist, welche Farbakzente die Fenster erhalten sollen. Nun werden diese Details zügig geklärt und entschieden.
1,4 Mio. Euro Zuschuss
Die Sporthalle wird auch für den Handball-Punktspielbetrieb genutzt. Aktuell werden die Möglichkeiten untersucht, wohin Schule, Kita und Hallennutzer wie der TuS Sillenstede oder die SG Moorsum in der Zwischenzeit ausweichen können. Da bietet sich in erster Linie die neue Turnhalle in Glarum an, die erst im vergangenen Jahr fertig wurde. Vermutlich bis Herbst/Winter 2023 müssen alle noch ein bisschen zusammenrücken, improvisieren und ihre Hallenzeiten aufeinander abstimmen.
Für die Kernsanierung der Sporthalle sind 2,6 Millionen Euro veranschlagt. Mit 1,024 Millionen Euro will sich der Bund beteiligen. Der Förderbescheid liegt vor. Weitere 400000 Eurokommen als Zuschuss vom Land. Der Eigenanteil der Stadt liegt damit bei etwa 1,2 Millionen Euro.
