Schortens - Trotz Personalsorgen ist das Jugendteam der Boast-Busters Jeverland als frisch gebackener Vizemeister aus Hamburg nach Schortens zurückgekehrt. Dabei hatte der Titelkampf in der Regionalliga Nord unter keinen guten Vorzeichen gestanden, weil sich Tjark Toben im Vorfeld eine Handgelenksverletzung zugezogen hatte und daher ausfiel.
Somit konnten die Jeverländer mit Tom Matzeschke, Roman Kuzki sowie Pit und Marie Matzeschke nur ein recht unerfahrenes Team stellen. Zwar sollte eine Spielgemeinschaft mit Harsefeld die Chancen auf ein gutes Abschneiden steigern, doch am Spieltag konnte in Ben Hampe nur ein Harsefelder dazustoßen.
Kurzfristig musste daher noch einmal umgeplant werden, so dass zwei Teams mit BBJ-Beteiligung gestellt werden konnten. Tom Matzeschke, Ben Hampe und Roman Kuzki traten in der ersten Mannschaft an. Mit der jungen Djamila Mussin aus Berlin wurde ein zweite Mannschaft um Pit und Marie Matzeschke gebildet. Insgesamt spielten an der Elbe acht Mannschaften in zwei Gruppen.
In der Gruppe A dominierten die Boast-Busters Jeverland und verwiesen die Teams aus Schleswig-Holstein, Berlin II und vom Titelverteidiger Sportwerk Hamburg auf die Plätze. Dabei hatten die Hamburger viel Pech. Im Spiel gegen die Boast-Busters unterlag Bosse Werncke erst in fünf umkämpften Sätzen Tom Matzeschke. Durch diese Niederlage rutschten die Gastgeber auf den letzten Platz ab. Die Teams aus Schleswig-Holstein, Berlin II und Hamburg hatten je 1:2 Spiele auf dem Konto und so gaben die Sätze letztlich den Ausschlag.
Die Gruppe B wurde vom Vorjahresfinalisten Berlin I dominiert. Eine starke Gruppenphase zeigte der SC Achim-Baden und wurde Zweiter vor Berlin II und den Boast-Busters II. Bei den Jeverländern hatten die drei Youngster aber eine gute Leistung gezeigt.
Marie Matzeschke konnte sogar zwei ihrer drei Spiele gewinnen. Für Pit Matzeschke an Position eins war indes nicht viel zu holen, aber mit dem 15:17 gegen Josh Stüring spielte er den längsten und ausgeglichensten Satz des Tages. Die Berlinerin Djamila Mussin sammelte ebenfalls viel Spielerfahrung im Kader der Boast-Busters. In den Platzierungsspielen unterlag die Zweite Sportwerk Hamburg.
Den fünften Platz sicherte sich das Verbandsteam aus Schleswig-Holstein mit einem deutlichen 3:0 über Berlin III. Im Spiel um Platz drei musste sich das junge Team von Achim-Baden dem Team Berlin II geschlagen geben.
Im Finale zeigte Berlin I seine Klasse und ließ den Boast-Busters Jeverland I nur wenig Entfaltungsmöglichkeiten. An der Spitzenposition zeigte der 17-jährige Tom Matzeschke gegen den 18-jährigen Schweden Filip Erikson ein gutes Spiel. Er musste sich am Ende aber mit 7:11, 8:11, 8:11 geschlagen geben. Mit drei deutlichen Siegen sicherten sich die Berliner den Titel.
Für das Frühjahr 2023 ist die niedersächsische Jugendeinzelmeisterschaft in Planung. Das letzte Squash-Event in diesem Jahr in Schortens ist der Fitness-World-Cup am Mittwoch, 28. Dezember.
