Schortens - „Die grauen Zeiten sind vorbei“, sagt Axel Homfeldt (CDU). Ohnehin sei Schortens bunt und vielfältig. Und deshalb sollen die geplanten Werbe-Produkte der Stadt mit dem knalligen Pop-Art-Logo bedruckt werden, dass Sylke Sdunzig von der Agentur „Heimatliebe“ (Jever) entworfen hat.
Der Alternative beziehungsweise der Parallelentwurf, eine Skyline der Stadt in Grau-Weiß mit Farbtupfern, erteilten Homfeldt und auch die anderen Mitglieder des Stadtratsausschusses für Kultur, Tourismus und Bürgeranliegen unisono eine Absage. Das gebe es schon vielfach in anderen Städten – „das brauchen wir nicht noch mal“, sagt Manuel Schoon (CDU).
Welche Werbeprodukte in welchen Stückzahlen angeschafft werden sollen, soll der Verwaltungsausschuss in seiner Sitzung an diesem Dienstag beschließen. Es geht zunächst um Becher, Magnete und Baumwolltaschen. Aber: Die Verwaltung hatte noch keine Information über die Kosten vorgelegt. Bei Bechern mit spülmaschinenfestem Vierfarb-Audruck müsse man bei 250 Stück von etwa 1500 Euro ausgehen, sagte Homfeldt.
Die Verwaltung hatte überdies vorgeschlagen nur 25 Becher anzuschaffen – viel zu wenig. Da waren sich alle Ausschussmitglieder einig. „Unter 250 oder 500 Stück macht das keinen Sinn, weil es viel zu teuer ist“, sagte Homfeldt.
„Wir wollen damit kein Geld verdienen“, sagte Ingbert Grimpe (Grüne), aber Werbe-Becher ließen sich vielfach einsetzen. Homfeldt schlug vor, schon beim Neujahrsempfang im Januar die Pop-Becher anzubieten und einen Teil des Verkaufspreises einem guten Zweck zu widmen. Das Farb-Logo könne von Jahr zu Jahr immer wieder geändert werden, sodass sich eine Art Sammler-Serie ergebe.
Der Schortenser Pop-Art-Becher könne auch Vereinen zum Verkauf bei Veranstaltungen angeboten oder über den Einzelhandel in der Stadt vertrieben werden, lauteten weitere Vorschläge. Außer über Becher wird auch über Magnete und Baumwolltaschen mit Pop-Art-Logo nachgedacht sowie über T-Shirts und Kapuzenpullover.
