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Stadtradeln spart Tonnenweise CO2 ein Friesländer treten für Klimaschutz voll in die Pedale

Lena Danielzik
Den Gewinnern des Projekts „Stadtradeln Friesland“ wurden ihre Siegerurkunden sowie ihre Preise von der Ersten Kreisrätin Silke Vogelbusch (Vierte von rechts) und von Klimamanager Valentin Lang (hinten links) im Kreisamt in Jever überreicht.

Den Gewinnern des Projekts „Stadtradeln Friesland“ wurden ihre Siegerurkunden sowie ihre Preise von der Ersten Kreisrätin Silke Vogelbusch (Vierte von rechts) und von Klimamanager Valentin Lang (hinten links) im Kreisamt in Jever überreicht.

Lena Danielzik

Jever - Aktiver Klimaschutz auf zwei Rädern ist weiterhin populär – 1500 Menschen haben in diesem Jahr am Stadtradeln Friesland vom 8. bis 23. September teilgenommen. Am Mittwoch gab es für die Sieger im Kreisamt von der Ersten Kreisrätin Silke Vogelbusch und Klimamanager Valentin Lang Urkunden und Preise.

Die bundesweite Klimaschutzkampagne Stadtradeln soll die Teilnehmer dazu bringen, ihr Fahrrad anstelle des Autos zu nutzen, um so den CO 2 -Ausstoß zu verringern. In insgesamt 89 Teams haben die Teilnehmer zusammen rund 285.536 Kilometer abgeradelt. Zum Vergleich: Einmal um die Welt würde sich eine Strecke von 40.000 Kilometern ergeben. Die Stadtradler sind quasi mehr als sieben Mal um die Welt geradelt und haben so umgerechnet 46 Tonnen CO 2 einsparen können. Außerdem soll der Wettbewerb auf den Zustand und den Ausbau der Fahrradwege aufmerksam machen. Durch das aktuelle Fahrradkonzept sollen beispielsweise künftig 80 Prozent der Kreisstraßen mit einem Fahrradweg versehen werden.

Vier Kategorien von Siegern

Der Wettbewerb teilt sich in vier Gewinner-Kategorien auf: die stärkste Kommune, das stärkste Team, die stärksten Schulklassen und die stärksten individuellen Teammitglieder.

In der ersten Kategorie haben sieben von acht Kommunen teilgenommen, darunter auch die Insel Wangerooge. Die zurückgelegten Kilometer wurden durch die Einwohnerzahl geteilt, wodurch sich ein durchschnittlicher Wert für einen Bürger der jeweiligen Kommune ergibt. Die Zeteler konnten sich den dritten Platz erkämpfen und die Jeveraner (Sieger des letzten Jahres) wurden von den Varelern auf den zweiten Platz zurückgedrängt. Diese haben circa 104.000 Kilometer zurückgelegt und somit 17 Tonnen CO 2 eingespart. Jährlich verursacht jeder Deutsche im Durchschnitt (Stand 2021) circa elf Tonnen CO 2 .

Das achtköpfige Team „Freesenstorm“ aus Schortens hat unter der Teamleitung von Hinrich Neumann um die 4600 Kilometer erradelt und es somit auf den ersten Platz der Teams gebracht. Auch hier wurden die gefahrenen Kilometer durch die Anzahl der Mitglieder geteilt, damit nicht das größte Team automatisch mit weniger Anstrengung gewinnt.


Mit Preisgeld Ausflug finanzieren

Die Kategorie „Schulklasse“ teilt sich noch in drei Altersgruppen auf, sodass sich jeweils eine Gewinnerklasse für die 5. bis 7. Klasse, die 8. bis 10. Klasse und die 11. bis 13. Klasse ergeben. Gewonnen haben die Klasse 6d des Lothar-Meyer Gymnasiums Varel mit 4300 Kilometern, die 10.4 der IGS Friesland Nord in Schortens mit 2800 Kilometern und die 11c des Lothar-Meyer Gymnasiums Varel mit 770 Kilometern. Die drei Klassen dürfen sich jeweils über 500 Euro von Sponsor EWE für die Klassenkasse freuen. Enne Lammers und Asam Homayoune aus der 6d des Lothar-Meyer Gymnasiums würden mit dem Preisgeld gern einen Klassenausflug, zum Beispiel in den Kletterpark, finanzieren.

Das Auto ganz abgeschafft

Die stärksten einzelnen Teammitglieder sind vom dritten bis ersten Platz Janette Schünemann mit 1260 geradelten Kilometern, Wolfgang Stumpf mit 1310 Kilometern und Ingo Janssen mit 2110 Kilometern. Ingo Janssen hat vor fünf Jahren sein Auto verkauft und fährt seitdem jährlich um die 20.000 Kilometer mit einem seiner 17 Fahrräder. Bereut hat er diese Entscheidung nie. Die Gewinner werden alle mit einer Fahrradtasche im Wert von 105 Euro belohnt, Ingo Janssen darf sich zusätzlich noch über einen Gutschein für einen Aufenthalt in einem Übernachtungsstrandkorb freuen.

Die Teilnehmer wollen auch weiterhin viel Fahrrad fahren, da sie neben den Klimavorteilen auch den Spaß am Radfahren gefunden haben. Varels Bürgermeister Gerd-Christian Wagner hofft, dass das Stadtradeln auch als Impuls, zum Beispiel der Geselligkeit wegen, wahrgenommen wird und dass immer mehr Bürger aufs Rad steigen.

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