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Nach Sturmtief „Nadia“ Für Wangerooge wird bereits Dünen-Verstärkung geplant

Strand Wangerooge nach der Sturmflut 29./30. Januar: Viel Sand ist nicht liegen geblieben.

Strand Wangerooge nach der Sturmflut 29./30. Januar: Viel Sand ist nicht liegen geblieben.

Evelyn Genuit

Wangerooge/Hannover - Mit Blick auf die Abbruchkanten, die Sturm „Nadia“ am Wochenende auf den Inseln hinterlassen hat, mahnt Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies die weiter steigende Bedeutung des Küstenschutzes an: „Wir sind hier zwar bereits an breiter Front unterwegs – schließlich sind die Inseln wichtige, vorgelagerte Wellenbrecher fürs Festland. Doch wir müssen auch in diesem Sommer wieder aktiv werden“, sagte er. Er kündigte an, das Thema auch beim nächsten Treffen mit den Insel-Bürgermeistern in den Mittelpunkt zu stellen.

„Normales Geschehen“

Die Deiche und Schutzdünen sind laut NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) für deutlich stärkere Sturmflutereignisse konzipiert als an diesem Wochenende: Erreicht wurden am 29./30. Januar auf den Ostfriesischen Inseln Wasserstände von rund 1,75 Metern über dem mittleren Tidehochwasser. Prof Frank Thorenz, Leiter der für den Inselschutz zuständigen NLWKN-Betriebsstelle Norden, erinnert an die Sturmflut 2013 mit ca. 2,90 Metern gewesen – „damit handelte es sich bei Nadia um keine ungewöhnlichen Sturmfluthöhen“, so Thorenz.

Er rechnet die Sturmflut vom Wochenende zum normalen winterlichen Sturmflutgeschehen, das in dieser Form an den sandigen Küsten und Stränden regelmäßig erwartet wird. Eine akute Gefahr sei nach derzeitiger Einschätzung an keinem Inselabschnitt gegeben. Der NLWKN beobachtet und analysiert die Entwicklung der Dünen und Inselstrände aber ganzjährig sehr aufmerksam.

Erwartete Verluste

„Die Sturmfluten haben im Wesentlichen Sandverluste an den vom NLWKN erwarteten Stellen erzeugt“, so Lies. Mehrfach seien nach leichten Sturmfluten in diesem Winter die Strand- und Dünenverhältnisse auf den Inseln schon vermessen worden, um die Schutzmaßnahmen für den Sommer abschätzen zu können.


Auf allen Inseln ist mit einem verstärkten Bedarf an Sandfangmaßnahmen zum Wiederaufbau der teilweise erodierten Dünenfüße zu rechnen. Für die Inseln Norderney und Langeoog sind noch für dieses Sommerhalbjahr konkrete größere Dünenverstärkungs- bzw. Strandaufspülungen erforderlich. Für Wangerooge könnte eine kleinräumige Dünenverstärkung an den Nord-Ost-Dünen nötig werden. „Vorsorglich wurden für die erforderlichen Maßnahmen Küstenschutzmittel eingeplant“, kündigt Thorenz an.

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