Jever - Ehrenamtliches Engagement ist von großer Wichtigkeit für die Gesellschaft. Um die Arbeit der freiwilligen Helferinnen und Helfer der Tafeln Jever und Hohenkirchen wertzuschätzen, wurden diese jüngst zu einem gemeinsamen Essen eingeladen. Die Jeveranerin Anke Casper, die das Essen gemeinsam mit Freunden vom „Projekt Sophie“ organisierte, nahm sich dabei ein Beispiel an einem Pastor aus dem Oldenburger Land. Auch dieser lud ehrenamtliche Tafelmitarbeiter aus seiner Region zu einem Essen ein.
Kirche unterstützt
Pfarrer Walter Albers von der Pfarrei St. Benedikt unterstützte die Aktion in Jever. Die Räumlichkeiten des Karlshof der katholischen Kirchengemeinde konnte für das gemeinsame Essen genutzt werden. Außerdem erhielten die Tafeln 300 Euro einer Kirchentürkollekte sowie einen Korb mit Lebensmitteln. Und so sei die Freude über das gemeinsame Essen bei allen groß gewesen, ebenso wie die Freude, sich auch außerhalb der Arbeit bei der Tafel besser kennenzulernen. Die Vorsitzende der Tafeln, Jutta Cramer, übergab den Organisatorinnen des Essens ein kleines Dankeschön-Präsent mit den Worten: „Wir haben so etwas Schönes noch nie erlebt.“
Tafeln werden gebraucht
Anke Caspar gehört zu einem Urgestein der Jeverschen Tafel. 2003 eröffnete sie mit anderen zusammen in der DRK-Zentrale in der Sophienstraße die Tafel. Die Leitung und der Standort veränderte sich im Laufe der Jahre, aber weiterhin werden jeden Donnerstag Tafelkunden von Freiwilligen mit Lebensmitteln versorgt.
Initiative ergreifen
Mit dem „Projekt Sophie“ unterstützten Anke Casper und ihre Freude weiterhin die Tafeln in Jever und Hohenkirchen mit Lebensmitteln. Die Sammlung und Spende von Lebensmitteln bleibt für die Versorgung vieler Menschen weiterhin wichtig. Die Corona-Pandemie, Menschen die vor Krieg flüchten und gestiegene Lebenshaltungskosten führen zu immer mehr Kunden bei den Tafeln und zu Engpässen bei der Lebensmittelausgabe.
Anke Caspar betonte, wie wichtig es daher sei, dass Menschen die Initiative ergreifen und versuchen zu helfen. Dies gelte nicht nur für die Tafeln, sondern ganz allgemein für Bereiche des Gemeinwohles. Die ehrenamtlichen Tätigkeiten unterstützen das Zusammenleben und den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft, verdeutlichte sie.
