Jeverland - „Talent Monument“: Unter diesem Motto steht der bundesweite Tag des offenen Denkmals, der am kommenden Sonntag, 10. September, als Jubiläumsveranstaltung begangen wird und Denkmale und ihre Einzigartigkeit ins Rampenlicht rückt. 1993, vor 30 Jahren, war Premiere für den von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz initiierten „Tag des offenen Denkmals“. Landauf, landab laden nun erneut Kirchen, Kloster, Schlösser, historische Windmühlen, Industriebauten, Parkanalgen und andere historisch und kulturell bedeutende Stätten zum Besuch und Eintauchen in die Geschichte ein. Hunderte Denkmale sind es niedersachsenweit, rund ein Dutzend sind es allein im Jeverland. Vielerorts haben Gästeführer ein entsprechendes Programm vorbereitet, darunter Zeitreisen und Führungen.
In Jever geöffnet
In Jever beteiligen sich das Schlossmuseum, die Schlachtmühle, das Gröschler-Haus und die Stadtkirche auch in diesem Jahr wieder am Tag des offenen Denkmals.
Das Schlossmuseum bietet um 11 Uhr eine kostenlose Führung zu den umfänglichen Restaurierungsmaßnahmen im Schloss an. Vor allem am Eulenturm und der Turmspitze nagte der Zahn der Zeit, so dass es in diesem Bereich zu aufwendigen Sicherungsarbeiten gekommen ist. In der Führung wird der Stand der Bauarbeiten gezeigt.
Das Gröschler-Haus fühlt sich unter anderem dem Erhalt und der Pflege jüdischer Hinterlassenschaften verpflichtet. Aus diesem Anlass wird eine Führung auf dem jüdischen Friedhof (Hohewarf 8) um 15 Uhr angeboten. Es wird um eine Kopfbedeckung gebeten.
Die Schlachtmühle veranstaltet von 11 bis 17 Uhr ein Apfelfest mit Verköstigung rund um den Apfel, Mühlenführungen, Apfelsaftpressen und Kinderaktionen.
Neben dem Schloss ist das Edo-Wiemken-Grabmonument in der Stadtkirche eine architektonische Rarität im Nordwesten. Hier findet eine kostenlose Führung um 16.30 Uhr statt.
In der Stadtkirche gibt es um 11.30 Uhr eine Orgelführung und um 12 Uhr eine Kirchenführung.
In Sande geöffnet
Auch die Gemeinde Sande beteiligt sich am Denkmalstag und lädt am Sonntag zum Besuch mehrerer Denkmäler und Gedenkstätten ein.
Das Museum im Landrichterhaus in der Brückstraße 19 in Neustadtgödens ist von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Eine besondere Führung erwartet die Besucher um 15 Uhr: Dann nimmt der ehemalige Fleckenvorsteher seine Gäste mit auf eine Zeitreise ins 18. Jahrhundert. Zusammen mit seiner niederländischen Frau erläutern beide in deutsch-niederländisch die Zusammenhänge zwischen den Niederländern auf der einen und Religion und Handwerk auf der anderen Seite. Die Besucher und Besucherinnen dürfen auf so manche Überraschungen gefasst sein. Zudem warten ganztägige Vorführungen im Spinnen auf die Gäste.
Folgende Denkmale haben ebenfalls geöffnet, dort ist allerdings kein gesondertes Programm geplant:
Oberahmer Peldemühle in Neustadtgödens von 11 bis 16 Uhr
Wedelfelder Wasserschöpfmühle in Neustadtgödens von 14 bis 17 Uhr mit Führungen nach Bedarf während der Öffnungszeiten
Ev.-luth. Kirche in Neustadtgödens von 11 bis 17 Uhr
Ehemalige Synagoge in Neustadtgödens von 14 bis 17 Uhr
Küsteum auf dem Gut Altmarienhausen von 14 bis 18 Uhr
St.-Magnus-Kirche in Sande von 10 bis 18 Uhr
In Schortens geöffnet
Eine der ältesten Bauten der Region ist ebenfalls am Tag des offenen Denkmals geöffnet: die 870 Jahre alte St.-Stephanus-Kirche in Schortens. Nach dem Gottesdienst bietet die ev.-luth. Kirchengemeinde von 11 bis 17 Uhr ein abwechslungsreiches Programm unter anderem mit Musik und Tanz, Orgelkonzert, Kirchenführung, Kirchenvideo und Kinderrallye. Diue Johanniter sorgen für die Bewirtung der Besucher.
In allen Einrichtungen ist der Eintritt zum Tag des offenen Denkmals frei.
