Tettens - Verlässt Pastorin Anna Bernau ihre Kirchengemeinden Tettens und Middoge?
Zumindest hat sie sich auf eine neue Pastorenstelle in Ostfriesland in der Bärenstadt Esens beworben. Darüber hat sie die Kirchenältesten der beiden ev.-luth. Gemeinden Middoge und Tettens informiert, sagte sie der NWZ.
Was die Bewerbung angeht, so scheint an der Sache doch mehr dran zu sein. Denn auf der Internetseite der ev. Kirchengemeinde Esens ist zu lesen: „So schnell kann es gehen: nur einen halben Monat, nachdem Pastor Diedrich Neemann in den Ruhestand gewechselt war, konnten die Kirchenvorstände aus Esens und Fulkum sowie aus Dunum bereits die Nachfolgerin wählen: Pastorin Anna Bernau, im Moment noch Pastorin der ev. Kirchengemeinden Tettens und Middoge. Die Wahl fand bereits am vergangenen Montag (15. Juni) statt…Wenn alles nach Plan verläuft, wird sie ihren Dienst am 1. September antreten. Wohnen wird sie dann aber weder in Esens noch in Dunum, sondern im privaten Haus in Buttforde, wo ihre Mann Henning Bernau Ortsvorsteher ist.“
Da alle drei beteiligten Kirchenvorstände dem Wunsch der Pastorin zugestimmt haben, fehlt jetzt nur noch die Genehmigung der Landeskirche in Hannover. Doch Hannover hat dazu noch keine Genehmigung gegeben und damit hängt die Pastorin in der Luft.
Sie sagt dazu: „Für mich ist das eine unglückliche Situation. Und es ist noch nicht entschieden, ob ich Tettens und Middoge verlassen kann.“
Für Stefan Grünefeld, Pastor in Pakens und St. Joost-Wüppels ist es immer schwierig, wenn ein Pastor oder eine Pastorin eine Pfarrstelle wechseln will. „Es ist wie ein Schwebezustand, da man nicht weiß, ob der Wechsel klappt“, sagt er.
Falls die Pfarrstelle Tettens/Middoge vakant werde, müssen die Kirchengemeinden im Wangerland mit deutlich weniger Pastoren auskommen. Als langfristige Entwicklung wird eine enge Zusammenarbeit mit Jevers Kirchengemeinde angestrebt. Die Weichen dazu sind schon gestellt, so Grünefeld.
