Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

Thalasso Meeres Spa Horumersiel Fliesenleger wehrt sich gegen Vorwürfe – „Fehler liegt nicht bei uns“

Ralf Kettelhake von der Firma Leymann Keramik GmbH & Co. KG aus Sulingen.

Ralf Kettelhake von der Firma Leymann Keramik GmbH & Co. KG aus Sulingen.

Privat

Horumersiel/Sulingen - Die Firma, die beim Bau des Thalasso Meeres Spa in Horumersiel für die Verlegung der Fliesen zuständig ist, wehrt sich gegen die Vorwürfe, sie sei für die aktuelle Verschiebung des Eröffnungstermins verantwortlich. Bei der Firma handelt es sich um die Leymann Keramikbau GmbH & Co. KG aus Sulingen. „Der Fehler liegt nicht bei uns“, versichert Prokurist Ralf Kettelhake gegenüber unserer Zeitung und skizziert den bisherigen Werdegang des Auftrages.

Schwierigkeiten schon Anfang Oktober 2022

Anfang Oktober 2022 hätte die Firma laut Auftragsfrist (vom 4. Oktober 2022 bis 15. April 2023) mit den Fliesenarbeiten beginnen sollen. „Als ich zum Starttermin auf die Baustelle gekommen bin, habe ich die Hände über den Kopf zusammengeschlagen“, erinnert sich Kettelhake. „Es waren noch überhaupt keine Vorbereitungen getroffen worden. Die Technik fehlte, der Estrich fehlte und es ist gerade erst mit den Verputzarbeiten angefangen worden. Da konnten wir natürlich noch nicht anfangen.“

WTG-Geschäftsführer Armin Kanning zeigt, wie weit die Arbeiten bereits vorangeschritten sind.

THALASSO MEERES SPA IN HORUMERSIEL Warum die Eröffnung auf 2024 verschoben werden muss

Sebastian Urbanczyk
Horumersiel

Im Januar 2023 hatte man ihm dann versichert, dass alles soweit vorbereitet sei. Das war aber laut Kettelhake immer noch nicht der Fall. „Wir wollten dann zumindest schon mal mit den vorbereitenden Arbeiten am Schwimmbecken anfangen, dazu fehlten aber noch gewisse Einbauteile, die besonders robust gegenüber Meerwasser sind. Diese Teile sind vor 14 Tagen gekommen.“ Somit konnte die Firma erst im März mit kleiner Besetzung loslegen.

In einigen Bereichen konnte die Firma bereits Fliesen verlegen

In einigen Bereichen konnte die Firma bereits Fliesen verlegen

Estrich falsch gegossen

Allerdings tat sich hier nur wenig später das nächste Problem auf. Zweimal mussten die Fliesenleger ihre Arbeit erneut unterbrechen. „Der Estrich ist falsch gegossen worden und war an einigen Stellen zu hoch, so dass er wieder aufgebrochen werden musste“, schildert Kettelhake die Situation. Erst seit Sommer konnte die Firma dann ungestört weiter arbeiten. „Uns dann jetzt die Pistole auf die Brust zusetzen wegen des Termindrucks ist schon etwas unpassend“, findet er.

Kein Personalmangel

Denn dass er jetzt, nach Ablauf der Vertragsfrist wohlgemerkt, nicht mehr mit voller Mannstärke auf der Baustelle im Thalasso Meeres Spa arbeiten könne, habe einen ganz einfachen, wirtschaftlichen Grund. „Ich muss mein Personal natürlich auch planen und habe Anschlussaufträge auf anderen Baustellen. Die tatsächliche Ausführungszeit der Fliesenarbeiten in Horumersiel war schlichtweg nicht kalkulierbar. Sonst würden meine Mitarbeiter am Ende dieses Projektes ja ohne Arbeit dastehen. Wir mussten bereits die Zeit von Oktober 2022 bis März 2023 überbrücken, in der wir am Thalassozentrum nichts machen konnten.“

Personalmangel durch Mitarbeiterverlust, Krankheit oder Corona gebe es demnach nicht. „Die Leute arbeiten schlichtweg auf anderen Baustellen.“

Fehlerhafte Projektbegleitung?

Im Übrigen sei auch die Aussage falsch, es würden aktuell nur zwei bis drei Mitarbeiter seiner Firma auf der Baustelle arbeiten. Nach Kettelhakes Aussage sind derzeit drei bis vier Fliesenleger sowie ein Mitarbeiter eines Subunternehmers auf der Baustelle.


Die Vorwürfe kann der Prokurist, dessen Firma über 40 Jahre Erfahrung im Bäderbau verfügt, also nicht nachvollziehen. Auch dass seine Firma als Fliesenverlegebetrieb das letzte Glied einer Verzögerungskette durch die Versäumnisse anderer Gewerke ist, glaubt Kettelhake nicht. „Ähnliche Erfahrungen haben auch anderen Kollegen auf der Baustelle gemacht.“ Er vermutet eher, dass auch Fehler auf Seiten des Auftraggebers, sprich der Wangerland Touristik, gemacht worden sind, was die Projektbegleitung angeht.

Sebastian Urbanczyk
Sebastian Urbanczyk Lokalredaktion, Jeversches Wochenblatt
Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Podcast
Verlässt im Sommer den VfB: Marcel Appiah

NEUE FOLGE NORDWESTKURVE Warum der VfB Oldenburg seine Verjüngungskur vorantreibt

Lars Blancke Sarom Siebenhaar
Oldenburg
Haben das Demokratiefest am 11. Mai in Schortens aus Sicherheitsgründen abgesagt: die Veranstalter (von links) Detlef Kasig, Axel Homfeldt und Wolfgang Ottens.

SICHERHEITSGRÜNDE Veranstalter sagen Fest für Demokratie in Schortens ab

Jever
Da hofften sie noch auf ein buntes Familienfest (von links): die Initiatoren von „Rock durch die Mitte“ Detlef Kasig (SPD), Axel Homfeldt (CDU) und Wolfgang Ottens (Grüne).

DEMOKRATIE-FEST IN SCHORTENS ABGESAGT Initiatoren sehen Sicherheit am 11. Mai gefährdet

Jeversches Wochenblatt
Schortens
Mit der Legalisierung von Cannabis für Erwachsene wird auch Jugendlichen suggeriert, dass Kiffen in Ordnung ist.

DROGENKONSUM BEI JUGENDLICHEN Die Reifung von Hirn und Emotionen bleibt beim Kiffen auf der Strecke

Anja Biewald
Oldenburg
Die Baskets Oldenburg um Alen Pjanic (links) können in der Tabelle klettern. Vechta und Wes Iwundu fehlen noch ein Sieg im Playoff-Rennen.

BASKETBALL-BUNDESLIGA Das ist für Baskets Oldenburg und Rasta Vechta noch drin

Niklas Benter
Oldenburg